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So könnte das Badehaus im Inneren aussehen. Die CSU ist gegen den Neubau. 

Brisantes Ortsgespräch am 6. März in Bad Wiessee

CSU diskutiert über Jodbad und Badepark

Die CSU Bad Wiessee ist gegen das geplante Badehaus. Jetzt will sie wissen, wie Bürger und Vermieter denken und lädt am 6. März zum Ortsgespräch ein.

Bad Wiessee – Kommt es tatsächlich zum Bau des Badehauses? Die Wiesseer CSU möchte die Investition verhindern und hatte im Januar im Gemeinderat dagegen gestimmt. Mit hauchdünner Mehrheit von 8:7 Stimmen setzten sich dann allerdings die Befürworter durch. „Das Thema ist noch nicht erledigt“, sagt CSU-Ortsvorsitzender Florian Sareiter und legt nach: Am Montag, 6. März, lädt der Ortsverband um 20 Uhr zu einer Veranstaltung in den Gasthof Zur Post in Bad Wiessee ein. 

CSU-Ortsvorsitzender Florian Sareiter. 

Der CSU ist es ein Anliegen, die Bürger und auch Vermieter ins Boot zu holen. „Um deren Meinung hat man sich nämlich noch zu wenig gekümmert“, glaubt Sareiter. Das soll jetzt nachgeholt werden: Bei dem Ortsgespräch zum Thema Jod-Schwefelbad und Badepark soll darüber diskutiert werden, ob es nicht doch eine gemeinsame Zukunft unter dem Dach des Badeparks gibt. „Seit der Eröffnung des Interims-Quartiers im Obergeschoss des Badeparks fragen sich viele, warum dort nicht dauerhaft Jod-Bäder verabreicht werden könnten“, so Sareiter. Das Geld, das in ein neues Badehaus investiert werden soll, könnte ebenso gut in den Badepark fließen. 

In der Tat wären die Ausgaben für das Badehaus, das nach den Ideen des Südtiroler Star-Architekten Matteo Thun direkt neben dem Badepark gebaut würde, gigantisch: 4,6 Millionen Euro würde der Bau selbst kosten, 1,2 Millionen Euro würden die Außenanlagen verschlingen, zwei Millionen Euro sind für die Sanierung der beiden Jodschwefelquellen und die Heilwasseraufbereitung fällig, hinzu kommen 0,9 Millionen Euro an Grundstückskosten. Macht in Summe 8,7 Millionen Euro. Zu stemmen von der Gemeinde Bad Wiessee.

Natürlich gehöre das Jod- und Schwefelbad zu Bad Wiessee, betont der CSU-Vorsitzende. „Aber zuletzt hatte das Jodbad 17 000 Anwendungen jährlich. Der Badepark hat zwischen 80 000 und 90 000 Besucher, das ist eine andere Dimension“, findet Sareiter. Daher solle man schon überlegen, ob die Ausgaben richtig verteilt seien. Die finale Entscheidung fällt übrigens, wenn die Regierung den Zuschuss bewilligt. Dies soll spätestens im April der Fall sein.

Bei der Veranstaltung am 6. März wird also über aktuelle Planungsstände und mögliche Alternativen diskutiert. Sareiter hofft, dass möglichst viele interessierte Bürger daran teilnehmen. 

gr

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