Tegernseer Hütte DAV-Sektion Tegernsee
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Die Tegernseer Hütte.

Wegen Baumaßnahmen zur den Brandschutz

Tegernseer Hütte wird neuer Kraftakt für DAV-Sektion

Die Baumaßnahmen zum Brandschutz auf der Tegernseer Hütte sind für die Alpenvereinssektion Tegernsee ein Kraftakt. Das erfuhren die Mitglieder bei der Hauptversammlung.

Bad Wiessee Rainer Toepel hat sein erstes Jahr als Sektions-Vorsitzender hinter sich. Dass der 58-Jährige vorher zum Hüttensanierungsteam für anstehende Maßnahmen im Jahr 2019 bis 2021 gehörte, kommt ihm entgegen. Diese Erfahrungen kann Toepel nun einsetzen, um die dringend anstehenden Baumaßnahmen auf der Tegernseer Hütte zu bewältigen. Am 29. August hatte das Landratsamt die Nutzung des Dachbodens als Bettenlager aus Brandschutzgründen mit sofortiger Wirkung untersagt. „Nun ist Zusammenhalt gefragt, denn wir brauchen noch heute eine Entscheidung, damit es auf der Tegernseer Hütte schnellstens weiter geht“, appellierte der Vorsitzende an die 58 stimmberechtigten Mitglieder, die zur Hauptversammlung in den Saal des Gasthofs zur Post gekommen waren. Bis Anfang August sollen sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein und der Übernachtungsbetrieb wieder aufgenommen werden. Details will die Sektion demnächst bekannt geben. Fest steht: 314 000 Euro sind nötig. Und ohne Fördermittel und Spenden kann diese Aufgabe nicht bewältigt werden.

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Nicht nur der Finanzplan wurde genehmigt, sondern auch die Erhöhung der Jahresbeiträge: Sie steigen ab 2021 für A-Mitglieder um zehn auf 65 Euro, für B-Mitgliederum um fünf auf 35 Euro und für D-Mitglieder um drei auf 30 Euro. Insgesamt hat die Sektion 3337 Mitglieder, davon 731 Kinder und Jugendliche bis 25 Jahre.

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DAV-Sektion Tegernsee: Zwei Posten neu besetzt

Neu besetzter Vorstand: Alfred Müller aus Holzkirchen (2.v.r.) ist der neue Wegereferent, Bernhard Mayer (l.) zweiter Rechnungsprüfer. Vorsitzender Rainer Toepel (2.v.l.) und sein Stellvertreter Otto Parzhuber (r. ) gratulierten.

Bei den Kassenprüfern, die einstimmig entlastet wurden, gibt es einen Wechsel: Bernhard Mayer ersetzt Alfred Riedl und prüft künftig mit Toni Lengmüller die Finanzen. Mit 345 ehrenamtlichen Stunden hatte sich Wegereferent Andreas Stecher aus Kreuth 2019 für die Sektion ins Zeug gelegt und dafür seinen Jahresurlaub geopfert. Nun übergab Stecher sein Amt an Alfred Müller (61) aus Holzkirchen. „Man kann nicht ständig schimpfen, sondern muss selber was tun“, fand Müller und bekam dafür donnernden Applaus.

Ein Teil der insgesamt dreistündigen Berichte gehörte dem Vorsitzenden. Rainer Toepel berichtete unter anderem von der Eintragung der neuen Satzung ins Vereinsregister und über den Besuch von Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Umweltminister Thorsten Glauber auf der Tegernseer Hütte, um Ideen zu sammeln für das Bergsteigerdorf. Bewährt habe sich die DAV-Geschäftsstelle in Tegernsee mit Carolin Machl an der Spitze. Sie wird von Christiane Kaiser und von Franziska Höß unterstützt.

Ausbildungsreferent Markus Höß berichtete von 18 lizenzierten Trainern und Übungsleitern, davon zwölf als Tourenleiter. Vier sind in Ausbildung, weitere sieben werden heuer noch hinzukommen. Auf die neue Webseite samt Navigation verwies Tourenreferent Dirk Wilhelm. Jugendreferentin Franzi Stopp berichtete von 23 Erwachsenen mit 18 Kleinkindern, die sich regelmäßig im neuen Klettertreff in der Turnhalle des Tegernseer Gymnasiums treffen. Markus Weber teilte Neuigkeiten als Kletterbeauftragter mit.

„Natürlich auf Tour“ hieß das Thema von Naturschutzreferent Jörn Hartwig, der auch Neues über die hiesigen Reviere der Steinadler zu erzählen wusste. Hüttenreferent Sepp Wackersberger aus informierte unter anderem über die zeitaufwändige Seilbahn-Reparatur, die für den Betrieb der Tegernseer Hütte unabdingbar ist.

Einig war sich die Versammlungsrunde, dass der Zusammenhalt der DAV-Sektion Tegernsee in den kommenden Monaten einer besonderen Belastung ausgesetzt sein wird.

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