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In der Wandelhalle soll ein Nobel-Restaurant seinen Platz finden. 

Konkrete Planung bis zum Jahresende

Edel speisen in der Wiesseer Wandelhalle 

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Bad Wiessee - Die denkmalgeschützte Wandelhalle soll zum Nobel-Restaurant werden. Dies ist Teil des Konzepts des neuen Gesundheitshotels von SME auf dem Jodbadgelände. 

Ein "extrem kräftiges Gebäude“ sei die Wandelhalle, schwärmt Florian Kamelger, Chef der Sports Medicine Excellence Group (SME), die ein Gesundheitshotel an die Stelle des Jodbads setzt. Dazu gehört ein edles Restaurant in der historischen Halle. Vor allem die Terrasse soll zum Anziehungspunkt werden.

Was die Entwicklung der 2007 eingeführten Marke Sportsclinic angeht, hat sich Florian Kamelger als Mann an der Spitze der SME sehr sportliche Ziele gesetzt. Aktuell entwickelt sein Unternehmen parallel drei Standorte für sein medizinisches Konzept. Eine kleinere Niederlassung mit 20 Zimmern in Rehetobel (Schweiz) und zwei große mit je rund 110 Zimmern in Bad Wiessee und in Davos. Gemeinsam ist den Niederlassungen das Konzept und der Architekt: Matteo Thun. „Da gibt es viele Synergien“ sagt Kamelger. 

Unter der Marke Sportsclinic hat die SME seit 2007 an etlichen Standorten rund 250 000 Patienten behandelt und rund 50 000 operativ versorgt. Aber jetzt will sie auch eigene Gebäude. „Für unser Konzept brauchen wir eine eigene Infrastruktur“, sagt Kamelger. Die Regie will die SME vollständig in der Hand behalten. Eben darum platzte die Partnerschaft mit Kull & Weinzierl. Wie berichtet, sollte das Münchner Unternehmen den Bereich Gastronomie übernehmen. Letztlich entschied sich SME aber doch dafür, auch die Hotellerie selbst zu verantworten. 

Aber sie gewann den Mann für sich, der als Mitarbeiter für Kull & Weinzierl bereits maßgeblich an dem Projekt beteiligt war und Strategien entwickelt hat: Felix Penner (39), der nun als Chief Hospitality Officer der SME-Geschäftsleitung angehört. Penner verantwortet den Bereich Gastronomie nicht nur in Bad Wiessee, sondern auch in den anderen Standorten. Die gepflegte Hotellerie ist ein wichtiger Teil des Konzepts. Das Wort Klinik will Kamelger für den Neubau überhaupt nicht verwenden. 

„Es ist ein Fünf-Sterne-Hotel mit Funktionsgebäude“, erklärt er. Das Funktionsgebäude beherbergt ein medizinisches Zentrum mit zwei OP-Sälen. Der Patient, der hier nur Gast heißt, genießt den Komfort eines Fünf-Sterne-Hauses. Nichts soll an Krankenhaus und altbackene Reha-Einrichtungen erinnern. „Dass man mit dem Bademantel im Restaurant sitzt, das gibt es bei uns nicht“, meint Kamelger. Der denkmalgeschützten Wandelhalle kommt eine zentrale Rolle zu. Von außen bleibt sie nahezu unangetastet. Um das lang gestreckte Gebäude zu nutzen, haben die Planer ein Haus-im-Haus- Konzept ausgetüftelt. So werden quasi Boxen in die Halle geschoben, die wiederum das Restaurant und Event-Bereiche beherbergen. Wie viele Plätze das Restaurant haben wird, kann Kamelger derzeit noch nicht sagen. „Aber angesichts der Größe werden es nicht wenige sein.“ 

Zumal auch die riesige Terrasse vor der Halle mit weitem Blick über den Park für die Bewirtung genutzt werden soll. Wie viel Geld die SME in den Neubau investiert, darüber schweigt sich Kamelger noch aus. Bis zum Jahresende wird die SME der Gemeinde konkrete Bauanträge vorlegen. Im Sommer 2017 soll Baubeginn sein. Heißt: Das alte Jodbad wird Anfang 2017 abgerissen. Welches der drei SME-Zentren als erstes fertig wird, vermag Kamelger übrigens nicht definitiv zu sagen: „Aber wahrscheinlich das kleine in der Schweiz. Und dann Bad Wiessee.“

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