Ingrid Versen, Bad Wiessee
+
Ingrid Versen erhält eine besondere Ehrung der Gemeinde Bad Wiessee.

Wiesseerin mit speziellem Wunsch

Ehrung für Ingrid Versen: Spende statt Medaille erbeten

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
    schließen

Für ihr 30-jähriges Engagement im Gemeinderat soll die Wiesseerin Ingrid Versen mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet werden. Doch die 75-Jährige überraschte mit einer besonderen Bitte.

  • 30 Jahre lang hat sich Ingrid Versen im Gemeinderat Bad Wiessee engagiert
  • Dafür sollte ihr die Ehrenmedaille der Gemeinde verliehen werden
  • Doch die 75-Jährige überraschte mit einer besonderen Bitte

Bad Wiessee – Als Ingrid Versen 1990 in den Wiesseer Gemeinderat gewählt wurde, war das eine kleine Sensation. Sie war die erste Frau am Ratstisch überhaupt. Insgesamt brachte es die heute 75-Jährige auf fünf Amtsperioden, 30 Jahre lang engagierte sie sich somit als Gemeinderätin. Dieser Einsatz soll nun gebührend gewürdigt werden: Der Gemeinderat beschloss in der jüngsten Sitzung, Versen die gemeindliche Ehrenmedaille zu verleihen. Auf Wunsch der Geehrten wird ihr allerdings nicht die Medaille ausgehändigt – stattdessen erhält sie den Gegenwert in Form einer Spende für ihre Sir-Edmund-Hillary-Stiftung.

Ingrid Versen hat 1990 die Sir-Edmund-Hillary-Stiftung gegründet

CSU-Sprecher Florian Sareiter gab den Vorschlag Versens im Gemeinderat weiter. „Wer Frau Versen kennt, weiß, dass sie sehr selbstlos unterwegs ist“, sagte Sareiter über seine ehemalige Fraktionskollegin. Sie freue sich zwar sehr über die Ehrung an sich, ließ Sareiter wissen, allerdings lege sie keinen großen Wert darauf, die zugehörige – recht wertvolle – Medaille zu erhalten. „Das ist ihr nicht so wichtig“, erklärte Sareiter. Versen ließ daher anfragen, ob es nicht möglich wäre, stattdessen einen adäquaten Spendenscheck für ihre Sir-Edmund-Hillary-Stiftung zu bekommen. Die Stiftung hatte Versen 1990 nach ihrem ersten Nepal-Besuch gegründet – mit ihren Spenden unterhält sie unter anderem das Paphlu-Hospital am Fuße des Mount Everest.

Der Gemeinderat quittierte den Wunsch der ehemaligen Gemeinderätin und Stiftungsvorsitzenden mit Applaus und stimmte einhellig zu. Auch Bürgermeister Robert Kühn (SPD) zollte Versen Respekt: „Das ist ein toller Vorschlag und hoch beachtenswert“, meinte er in der Sitzung.

gab

Auch interessant

Kommentare