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Es geht weiter : (v.l.) Dominikus Eham, Katharina Reisberger und Max Rampf eröffnen ihre Strandbar Leda&Schwan im Garten des alten Hotels Lederer am Wiesseer Seeufer wieder. 

Strandbar am alten Hotel Lederer wird wieder eröffnet

Ein zweiter Sommer für Leda & Schwan

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Mit der Strandbar Leda & Schwan haben Katharina Reisberger, Maximilian Rampf und Dominikus Eham 2016 einen Volltreffer gelandet. Jetzt ist entschieden: In diesem Sommer geht es weiter.

Bad Wiessee – Leda & Schwan war ein Experiment. Geboren aus der Idee, einem verlassenen Ort Leben einzuhauchen. Mit Charme und Schwung machten Katharina Reisberger (26), Maximilian Rampf (29)und Dominikus Eham (31) den Garten vor dem alten Hotel Lederer 2016 in Bad Wiessee zum kultigen Strandbad. Und sie werden es wieder tun. „Leda & Schwan geht in die nächste Runde“, lassen die drei verlauten.

Die Entscheidung ist erst dieser Tage gefallen. Und es war keine leichte. „Es ist halt schon sehr viel Arbeit“, meint Rampf. Und die drei sind ohnehin in ihren Berufen stark beschäftigt. Was letztlich den Ausschlag gegeben hat, war der Nachhall eines unvergesslichen Sommers. „Es haben ganz viele gesagt, wir sollen doch weitermachen“, berichtet das Trio. Und das tun sie jetzt. „Weil dort ein glücklicher Ort geschaffen wurde, wie es ihn am Tegernsee sonst nicht gibt“, sagt Reisberger.

Sobald es warm genug ist für ein erstes Bad im See, wird Leda&Schwan wieder öffnen. Zuvor haben die drei jungen Kreativen einiges zu tun. Mit Freunden bringen sie Kiosk und Garten wieder auf Vordermann. Die Stühle und Sitzgelegenheiten haben die erste Saison und den Winter nicht überstanden: Sie müssen ausgetauscht werden. „Die waren ja auch für indoor ausgelegt“, meint Reisberger.

Der Fundus, aus dem die Strandbar-Macher schöpfen, ist das Inventar des alten Hotels Lederer. Möglich macht das ganze Projekt die Familie Strüngmann, Eigentümer von Gebäude und Grundstück. Und Josef Lederer, dem das Hotel gehörte, als es noch das erste Haus am Platze war, sieht es mit Freude. Der 77-Jährige wohnt noch in einem Nebengebäude und träumt von der Sanierung seines früheren Besitzes. „Er steht uns mit Know-how und Freude an dem Projekt zur Seite“, berichten Reisberger, Rampf und Eham. Erneuert werden muss auch die Genehmigung zum Betrieb der Bar – sie war auf ein Jahr befristet. Auf die Unterstützung der Gemeinde könne man zum Glück weiterhin zählen, meinen die drei.

Ihrem Stil und der Machart wollen sie treu bleiben. Das große Thema: Upcycling. Altes und Verbrauchtes wird nicht weggeworfen, sondern aufgewertet. Dazu Musik, ein lässiges Miteinander, passende Drinks und feine Snacks. Für die hat 2016 noch Alois Neuschmid gesorgt, der sich in früheren Jahren einen Stern erkocht hatte. Aber der hat jetzt ein eigenes Restaurant an der Seestraße. „Das war natürlich im Leda eine super Zeit mit Lois als Berater, aber wir sind zuversichtlich, wieder einen guten Partner für Snacks und kleine Speisen zu finden“, meint Reisberger. Und noch etwas ändert sich: Das Leda wird künftig nur samstags und sonntags geöffnet sein. 2016 ging es schon freitags los. „Aber den Freitag brauchen wir für die Vorbereitungen“, erklärt Rampf. Geöffnet ist weiterhin von 10 bis 22 Uhr. Und das bis zum Herbst. Genauer: bis zur Wiesn. „Dann haben wir keine Zeit mehr“, erklärt Reisberger.

Die Zeit des Hotels Lederer dürfte dann auch endgültig abgelaufen sein. Ende des Jahres soll es abgerissen werden. Es muss Platz machen – für ein neues Luxushotel.

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