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Jodbad-Chefin Renate Zinser, hier in einer Badekabine im Übergangsdomizil im ersten Stock des Badeparks, freut sich über das Ergebnis der Studie.

Wirkung der Jodschwefel-Kuren wissenschaftlich bestätigt

Wiesseer Wasser hält laut Studie fit und gesund

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Das Jodschwefelwasser hält offenbar fit und gesund. Das zumindest bestätigt eine wissenschaftliche Studie, an der Bad Wiessee seit drei Jahren teilnimmt. Die Gemeinde fühlt sich in ihrem Kurs bestätigt.

Bad Wiessee Gute Neuigkeiten hatte Renate Zinser im Gepäck, als sie jetzt im Wiesseer Gemeinderat als Geschäftsführerin der Gesundheitszentrum Jodschwefelbad GmbH Bericht ablegen sollte. Die internationale Studie, an der Bad Wiessee seit fast drei Jahren teilnimmt, habe kürzlich bestätigt: Das Jodschwefelwasser wirkt sich nachweislich positiv auf das Immunsystem der Patienten aus. Das, so Zinser, habe die Untersuchung der Blutproben der Testpersonen eindeutig ergeben. „Das bestätigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, kommentierte Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) das Ergebnis der so genannten „Jungbrunnen-BERG-Studie“.

Soweit die positive Nachricht. Auf der anderen Seite aber steht ein gehöriger Verlust, den die Betreibergesellschaft gemacht hat. Kämmerer Franz Ströbel nannte im Rahmen des Berichts über die Beteiligungen der Gemeinde Bad Wiessee fürs Jahr 2015 ein Defizit in Höhe von 485 688 Euro. Ein Minus, so hofft man im Gemeinderat, das es in dieser Höhe mit dem demnächst entstehenden Badehaus künftig nicht mehr geben werde.

Gemeinderätin Birgit Trinkl (Wiesseer Block) nutzte die Gelegenheit, um Zinser zum Interimsbetrieb des Jodbads zu befragen. Wie berichtet, werden die Anwendungen mit dem Jodschwefelwasser seit Anfang Februar dieses Jahres vorübergehend im Obergeschoss des Badeparks verabreicht. „Bis August/September hatten wir dort massive technische Probleme“, räumte Zinser ein. Mittlerweile jedoch laufe der provisorische Betrieb recht verlässlich. „Vom Umsatz her haben wir leichte Einbußen“, berichtete Zinser. „Aber es wird immer noch regelmäßig gebadet.“ Die Energiekosten seien in den Interims-Räumlichkeiten gegenüber dem früheren Jodschwefelbad gesunken. „Das hilft uns, das Defizit beim Umsatz abzufangen.“

Thomas Erler, der erst seit Kurzem für die CSU im Wiesseer Gemeinderat sitzt, regte dringend an, die neuen und positiven Erkenntnisse über das Jodschwefelwasser doch auch unter der Ärzteschaft publik zu machen. Bei den Medizinern sei die heilsame Wirkung des Wassers teils gar nicht bekannt. Und Rolf Neresheimer (ranBW) fügte den Vorschlag hinzu, auch die Träger der Krankenversicherungen und Kassen in diese Information mit einzubeziehen. „Kuren sollten bei uns wahrgenommen werden können“, meinte Neresheimer.

Zinser versicherte, dass dies alles bereits in Arbeit sei. „Es dauert aber seine Zeit, bis man solche Sachen durchbekommt“, betonte sie. Und Bürgermeister Höß fügte an, dass die Haupt-Zielgruppe des neuen Badehauses ja vor allem auch die Privatzahler seien.

gab

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