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Der Zulauf beim ersten Wochenmarkt in der Wiesseer Ortsmitte macht den Organisatoren Mut. Das Angebot soll in den nächsten Wochen noch wachsen. 

Auf dem Zentralparkplatz

Erfolgreicher Neustart für Wiesseer Wochenmarkt

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Neun Stände, guter Zulauf und dazu Sonnenschein: Der Neustart des Wiesseer Wochenmarkts am gestrigen Freitag stand unter einem guten Stern. Und der Markt soll weiter wachsen.

Bad Wiessee– „Das ist auch ein Platz der Kommunikation“, stellte Bürgermeister Peter Höß beim Rundgang über den Markt fest. Ehrensache, dass er selbst zu den ersten gehörte, die das unter neuen Vorzeichen wiederbelebte Angebot testeten. Seine Einkaufstüte füllte sich nur langsam. Schließlich war immer wieder ein Ratsch fällig, wie sich das für einen Marktbummel gehört.

„Bad Wiessee belebt sich wieder“, meinte Bernhard Kaiser, Vorsitzender des örtlichen Verkehrsvereins, mit einem anerkennenden Blick über den Platz. Neun Stände präsentierten ihr Angebot in der Ortsmitte, gleich neben der Hauptstraße. Südtiroler Schmankerl, griechische Spezialitäten, Marmeladen: Das Angebot ist fein und vielfältig. „Und der Standort ist ideal“, findet Maria Strillinger, die wie Kaiser ein Hotel betreibt: „Das ist auch ein schönes Angebot für die Gäste.“

Ganz neu ist der Wochenmarkt nicht. Wie berichtet, startete die Gemeinde 2015 den Versuch, einen Markt am Mittwochnachmittag auf dem Dourdanplatz zu etablieren. Doch der kam nicht in Schwung. Für den zweiten Anlauf hat die Gemeinde Standort und Termin geändert. Künftig findet der Markt freitags von 8 bis 13 Uhr statt. Vom früheren Mittwochsmarkt ist eines geblieben: Auch künftig ist Feinkost Moser am Mittwochnachmittag auf dem Dourdanplatz mit einem Verkaufswagen präsent.

Über das Angebot auf dem Freitagsmarkt wacht Katalin Porkolab. Die Fachfrau betreut auch den Gmunder Bauernmarkt, der freitagnachmittags auf dem Volksfestplatz stattfindet – wenn nicht gerade Volksfest ist. „Es können sich schöne Synergien ergeben“, ist Porkolab überzeugt. Händler, die am Freitagmorgen in Bad Wiessee Station machen, können mittags nach Gmund weiterziehen. „Dann lohnt sich die Anfahrt.“ Bislang sind allerdings nur drei der Stände an beiden Orten vertreten.

Zu denen, die eine weite Anreise haben, gehört Werner Schuhmacher aus Mittenwald. Am Stand von Johann Siess bietet er Trockenfrüchte, Nüsse und Snacks an. „Wir sind im ganzen Oberland auf Märkten unterwegs“, meint er. Der Standort in Bad Wiessee sei attraktiv. „Aber man muss sehen, wie sich der Markt entwickelt.“

Zum eigentlichen Start um 8 Uhr war’s sehr ruhig. Gegen 9 Uhr wurde der Zulauf größer, im weiteren Verlauf des Vormittags wuchs die Zufriedenheit der Händler. „Es muss sich ja auch erst rumsprechen, dass es jetzt einen neuen Markt gibt“, glaubt Carola Matschke aus Hundham. Sie bietet an ihrem kleinen Stand feine Marmeladen und Liköre an. „Alles mit dem Thermomix gemacht“, sagt sie. Den Thermomix selbst vertreibt sie auch gleich. Und freut sich, dass sie ihre Ware auf dem Wiesseer Markt anbieten kann: „In Miesbach ist ja kein Platz mehr.“

In Bad Wiessee soll die Angebotspalette in den nächsten Wochen noch wachsen. Platz ist für 13 bis 15 Stände. Bereits nächsten Freitag wird ein großer Obst- und Gemüsestand erwartet. Mit der Premiere war Markt-Organisatorin Porkolab mehr als zufrieden. Sie ist sicher: „Das wird sich hier gut etablieren.“

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