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Der ehemalige FC-Bayern-Boss Uli Hoeneß lud zu Weihnachten minderjährige Flüchtlinge seines Heimatortes Bad Wiessee zu einer Feier ein.

Damit überraschte Höß beim Neujahrsempfang

Hoeneß lud junge Flüchtlinge zu Weihnachtsfeier

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Bad Wiessee - Die Flüchtlings-Problematik - sie war auch Thema beim Neujahrsempfang in Bad Wiessee. Wie sich herausstellte, kann der Kurort auf äußerst prominente Unterstützung zählen. 

Was die Aufnahme von Asylbewerbern betrifft, so konnte Bad Wiessee sein Soll bisher erfüllen. Im ehemaligen Hotel Haus Rheinland sind bekanntlich knapp 30 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergekommen. Die Jugendlichen aus Syrien und Afghanistan erlebten Ende vergangenen Jahres eine besondere Überraschung: Wie Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) beim Neujahrsempfang im Hotel Post den versammelten Ehrenamtlichen berichtete, haben der frühere FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß und seine Frau Susi die Burschen an Heiligabend für drei Stunden zu einem Weihnachtsessen eingeladen – „und sie reichlich beschenkt“. Die Geste des prominenten Wiesseers, der noch immer eine Reststrafe wegen seiner Steuersünde verbüßt, freute den Rathaus-Chef sichtlich: „Auf diese Solidarität können wir in Bad Wiessee wirklich stolz sein.“

Höß betonte, dass die Gemeinde auch in Zukunft alles daran setzen werde, die noch zu erwartenden Flüchtlinge nicht in einer Sammelunterkunft, sondern dezentral im Ort unterzubringen. Die Beispiele Tegernsee und Rottach-Egern, wo es schon jetzt Proteste gegen eine geplante Traglufthalle gibt, würden deutlich zeigen, dass große Gemeinschaftsunterkünfte den Orten mehr Probleme bereiten.

Bürgermeister Peter Höß überreicht Karlotta Brietzke zum Dank für ihr Engagement eine Gürtelschnalle.

Dass es in Bad Wiessee bislang recht ruhig ablief, habe man auch Karlotta Brietzke zu verdanken. Die junge Sozialpädagogin kümmert sich für den Münchner Verein für Jugend- und Familienhilfen um die minderjährigen Flüchtlinge. „Sie ist 24 Stunden am Tag erreichbar – diese Leistung geht über das normale Maß hinaus“, sagte Höß und überreichte Brietzke zum Dank eine Gürtelschnalle.

Dass Bad Wiessee insgesamt einer aussichtsreichen Zukunft entgegen steuert, daran wollte der Rathaus-Chef an diesem Abend keinen Zweifel lassen. Es habe zwar einige Zeit gedauert, bis die Gemeinde eine Gesamtplanung fürs neue Kurviertel vorlegen konnte, „doch jetzt sind wir auf dem richtigen Weg“. Während die Sport Medicine Excellence Group auf dem Areal des Jodbades ihr Hotel mit medizinischem Zentrum plane, nehme die Gemeinde den Bau eines „kleinen und feinen Badehauses“ auf dem Areal des Bade Parks selbst in die Hand (unsere Zeitung berichtete). „Ein Bad mit zeitgemäßer Architektur hat gute Perspektiven, uns neues Gäste-Klientel zu bringen“, zeigte sich Höß überzeug. Schon 2016 soll mit dem Bau begonnen werden. „Um einen möglichst lückenlosen Badebetrieb zu ermöglichen.“

Bereits am kommenden Donnerstag, 21. Januar, soll der Gemeinderat laut Höß den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan auf dem Jodschwefelbad-Gelände fassen, ab Anfang Februar werden die Pläne dann vier Wochen lang öffentlich ausgelegt. Deshalb hat der Bürgermeister heuer bereits für 15. Februar eine Bürgerversammlung anberaumt. „Auch da gibt es die Möglichkeit, sich einzubringen“, kündigte Höß an.

Die Wiesseer sollen also mitreden dürfen. Das, so betonte der Rathaus-Chef, wünsche sich auch Thomas Strüngmann. Der Unternehmer hat bekanntlich Anfang Dezember das Hotel Lederer erworben – „und damit die Voraussetzung für eine zukunftsweisende Hotel-Ansiedelung geschaffen“, so Höß. Strüngmann wünsche sich dabei eine umfassende Bürgerbeteiligung. Für Höß ist klar: Die Menschen im Ort, vor allem die Gewerbetreibenden, müssten diese Entwicklung als Chance begreifen und nutzen.

Schließlich bedankte sich Höß bei den anwesenden Ehrenamtlichen für ihre Arbeit zum Wohle der Mitbürger. „Vereine sind für viele der Platz, an dem sie ihre Fähigkeiten und Talente einbringen können“, meinte Höß.

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