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Die Aufräumarbeiten am Rettungszentrum in Bad Wiessee sind angelaufen. Stück für Stück werden die Trümmer abgetragen. 

Frage nach Versicherungsschutz der Verletzten

Explosion: So weit sind die Ermittlungen der Brandfahnder

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Nach der Explosion in Bad Wiessee beginnt die Ursachensuche. Und das wird ein hartes Stück Arbeit für die Brandfahnder. Derweil stellt sich die Frage nach dem Versicherungsschutz der Verletzten.

Bad Wiessee – Die Überreste des Rettungszentrums in Bad Wiessee bieten einen schauerlichen Anblick. Brandfahnder der Kripo Miesbach und ein Gutachter des Landeskriminalamtes sind derzeit vor Ort, um die Ursache des Unglücks zu untersuchen. Bis ein Ergebnis feststeht, werden aber wohl noch Wochen vergehen, erklärte am Donnerstag Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Er macht klar: „Hier wird es keine Schnellschüsse geben.“

Lesen Sie das minütliche Ereignisprotokoll von der Explosion bis Mittwoch in unserem Ticker:

News-Ticker: Explosion in Bad Wiessee - neuer Alarm am Mittwoch

Es wird vermutet, dass zwei ehrenamtliche Mitarbeiter der Wasserwacht die folgenschwere Explosion ausgelöst haben, als sie gerade mit Schweißarbeiten an einem Boot beschäftigt waren. Von offizieller Seite bestätigt wurde das bisher aber nicht. „Es stehen noch sehr, sehr viele Untersuchungen aus“, sagt Guske. Das gewaltige Ausmaß der Zerstörung erschwere die Arbeit der Spezialisten.

„Wir gehen bei den Ermittlungen nach dem Ausschlussprinzip vor“, erklärt der Polizeisprecher. Heißt: Es wird eine mögliche Ursache nach der anderen untersucht und abgehakt. Das Ergebnis müsse „hieb- und stichfest“ sein, betont Guske. Näheren Aufschluss könnten vermutlich die Aussagen der beiden Wasserwachts-Mitarbeiter bringen, die bei dem Unglück schwere Brandverletzungen davontrugen. Konnten die Beiden bereits befragt werden? „Wegen des schwierigen Gesundheitszustandes gehen wir hier noch sehr zurückhaltend vor“, meint Guske dazu.

Die Frage des Versicherungsschutzes

Was bleibt, ist die Hoffnung, dass sich die beiden Verletzten baldmöglichst und vollständig erholen. Aber auch die Frage, ob sie möglicherweise damit rechnen müssen, finanziell zur Rechenschaft gezogen zu werden, sorgt – vor allem unter ehrenamtlich Engagierten – für Diskussionsstoff.

Robert Kießling, Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Miesbach, gibt an dieser Front Entwarnung. „Jeder unserer ehrenamtlichen Helfer ist absolut und vollumfänglich versichert“, betont er und fügt hinzu: „Es wäre ja ein Wahnsinn, wenn unsere ehrenamtlichen Helfer auch noch ein finanzielles Risiko tragen müssten.“ Er jedenfalls könne sich keinen Umstand vorstellen, bei dem ein ehrenamtliches Mitglied des Roten Kreuzes einen Schaden erleide, den es nicht ersetzt bekomme, sagt der Geschäftsführer.

Das gelte auch dann, wenn sich bestätigen sollte, dass die Explosion in Bad Wiessee tatsächlich durch die Schweißarbeiten ausgelöst wurde. Da einer der beiden Wasserwachts-Mitglieder als technischer Leiter fungiert, gehöre es zu seinem Aufgabenbereich, „das technische Gerät einsatzfähig zu halten“, erläutert Kießling, der aber betont, dass Aussagen dazu derzeit noch „rein spekulativer Art“ seien.

gab/Video snacktv

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