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Bei dem Brand am 13. Februar wurde das neue Rettungszentrum in Bad Wiessee zerstört.

Es fehlen 300.000 Euro

Explosion in Wiesseer BRK-Zentrum: Brand kostet drei Millionen 

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Dass der Schaden nach dem Brand im Wiesseer Rettungszentrum gewaltig ist, war klar. Jetzt nannte Bürgermeister Peter Höß eine Summe: drei Millionen Euro. Demnächst beginnt der Wiederaufbau.

Bad Wiessee –  Dass der Schaden nach dem Brand im Wiesseer Rettungszentrum gewaltig ist, war klar. Jetzt nannte Bürgermeister Peter Höß eine Summe: drei Millionen Euro. Errechnet haben dies die Versicherungen, wie Höß bei der Bürgerversammlung berichtete. Inzwischen lägen alle Gutachten vor. Zum Glück, so Höß, befänden sich die beiden Verletzten auf dem Weg der Besserung. Derzeit unterzögen sie sich einer ambulanten Reha.

Den finanziellen Schaden des Unglücks werden die Versicherungen übernehmen. Trotzdem bleibt eine Lücke. „Wir haben ein Delta von 300.000 Euro“, erklärte Höß. Das finanzielle Loch resultiert aus dem Umstand, dass einige der verbrannten Fahrzeuge zwar noch gut brauchbar waren, aber nicht mehr ganz jung. „Die Versicherungen erstatten nur den Restwert“, erklärte Höß. Um den Fuhrpark wieder komplett zu machen, fehlt also eine ganze Stange Geld. Das BRK. kündigte Höß an, werde bald eine Spendenaktion starten.

Auch jetzt schon nimmt das BRK Spenden unter folgender Bankverbindung entgegen: IBAN: DE78711525700000024190; BIC: BYLADEM1MIB; Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee. Die Explosion in Bad Wiessee und deren Folgen hat das ganze Tegernseer Tal über Tagen in Atem gehalten. Selbst Tage danach gab es wieder einen neuen Alarm und einen neuen Großeinsatz. Die Ereignisse im Minutenprotokoll sowie alle Bilder und Info-Texte finden Sie in unserem Live-Ticker der Katastrophe.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“, meint BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kißling auf Nachfrage. Gleich nach dem Brand im Februar habe das BRK zum Glück sehr viele Hilfsangebote erhalten. Doch sei lange nicht klar gewesen, wie viel Geld das BRK selbst aufbringen müsse. „Deshalb wollten wir auch noch nicht sammeln“, erklärt Kißling.

Offen war bis vor Kurzem auch, ob ein Teil des niedergebrannten Gebäudes zu retten ist. Es hat kein Dach mehr, aber es stehen noch zwei Seitenwände. Auch eine Betonplatte hat den Flammen getrotzt. Darunter befindet sich die Heizungsanlage. Und die ist einem Gutachten zufolge auch noch brauchbar. Gleiches gilt für die Seitenwände, die lediglich einer Stütze bedürfen.

Der Wiederaufbau des Gebäudes kann Kißling zufolge nun zügig beginnen. Bis zum Spätsommer oder Herbst soll die Halle wieder stehen. Das BRK hat auch damit begonnen, Ersatz-Fahrzeuge zu bestellen. Um dafür Geld in die Kasse zu bekommen, starten die Ehrenamtlichen demnächst die Spendenaktion. Denn auch wenn bereits finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt wurde: 300.000 Euro zusammenzubringen, wird nicht leicht sein.

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