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Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Brand im Wiesseer Rettungszentrum: Ohne Brandschutztür wäre alles noch schlimmer gekommen.

Neue Erkenntnisse bei Hauptversammlung

Explosion: Nur Brandschutztür hat Feuerwehr gerettet

Eine Brandschutztür hat das Wiesseer Feuerwehrhaus gerettet. Sie hielt stand, als die Flammen im angrenzenden BRK-Zentrum wüteten. Dies wurde nun bei der Hauptversammlung der Feuerwehr bekannt.

Bad Wiessee - Das verheerende Feuer im Februar dieses Jahres war auch der mit Abstand größte und aufwühlendste Einsatz der Wehr in den vergangenen Monaten. Zum Glück sei Kommandant Christian Stiglmeier zur Zeit des Brands zufällig vor Ort gewesen, erklärte Bürgermeister Peter Höß bei der Hauptversammlung. So habe er ohne Zeitverlust sofort eingreifen können. Er wolle Stiglmeier einen besonderen Dank für seine Besonnenheit aussprechen, so Höß.

Die Hauptversammlung fand diesmal im Gasthaus Königslinde statt, nicht im Feuerwehrhaus. Denn dort ist es nach dem Brand doch ziemlich ungemütlich. Es riecht nach Rauch, die Räume müssen geweißelt werden.

Neben dem Großbrand war vor allem die Erbschaft Thema. Wie berichtet, hat Maria Huber dem Feuerwehrverein ein Mehrfamilienhaus an der Sanktjohanserstraße vermacht. Wegen des neuen Besitzes musste auch die Satzung der Feuerwehr Bad Wiessee geändert werden.

Angesichts der Ereignisse fiel der Einsatzbericht des Jahres 2016 eher kurz aus, auch wenn die Hilfeleistungen der Wehr bei Verkehrsunfällen, Unwettern, Vermisstensuchen und Festivitäten vielfach gefordert waren. Gleich sieben Mal eilte die Wehr übrigens zum Medical Park, weil ein Brand gemeldet war. Tatsächlich hatten Räucherstäbchen von Gästen den Alarm ausgelöst.

Erfreulich ist, dass sechs Jugendliche der örtlichen Feuerwehr beigetreten sind und 30 Jugendliche sich verschiedene Leistungsabzeichen erworben haben.

Den Stellenwert der Feuerwehr hatten die Bürger bei der jährlichen Spendensammlung mit stolzen 25.017 Euro unterstrichen. Kassier Josef Schäffler vermeldete als besondere Anschaffungen eine Wärmebildkamera für 5355 Euro, einen Atemschutzprüfstand für 12.976,57 Euro und eine Schmutzwasserpumpe für 1062 Euro. Stolze 25.000 Euro wird die Altgelt-Stiftung zum insgesamt 95.000 Euro teuren neuen Mehrzweck-Fahrzeug beisteuern.

Besonders geehrt wurde der an diesem Abend von der Versammlung in seinem Amt bestätigte Feuerwehrvereinsvorsitzende Andreas Kaiser. Er erhielt als Auszeichnung die Urkunde und Anstecknadel für 25-jährigen aktiven Dienst in der Wiesseer Feuerwehr.

iv

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