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Gut sieht es aus: Renate Zinser zeigt einen fertig eingerichteten Baderaum. Ob die Technik funktioniert, muss sich erst noch zeigen. Am 23. Januar soll der Probebetrieb starten.  

Probebetrieb soll am 23. Januar beginnen

Fast fertig: Im neuen Jodbad kann’s bald losgehen

Bad Wiessee - Neue Räume, neue Technik: Im neuen Jodbad geht es erst mal mit einem Probebetrieb los. Er soll am 23. Januar beginnen. Zudem wird noch am Brandschutz gearbeitet.

Der Brandschutz. Um den zu gewährleisten, wird im neuen Jodbad-Domizil noch kräftig gearbeitet. Überall Handwerker, wo bald die ersten Bäder eingelassen werden sollen. Renate Zinser wirkt erschöpft. „Ich habe das etwas unterschätzt“, sagt die Jodbad-Geschäftsführerin. Eigentlich hätte sie gern jetzt schon den Probebetrieb beginnen lassen. Aber, ein Glück, die Kundschaft wird nichts merken: Um nicht in Stress zu geraten, hat Zinser die offizielle Wiedereröffnung des Badebetriebs auf den 1. Februar gelegt. „Und das schaffen wir auch“, meint sie.

Eigentlich ist ohnehin alles fertig – vom Brandschutz abgesehen. Aber die Arbeiten dafür haben noch einmal für Unordnung in den neu eingerichteten Räumen gesorgt. Weil die ehemalige Physiotherapie-Praxis doch etwas nüchtern wirkt, hat das Jodbad-Team Fotos und auch einige Gestaltungselemente vom alten Bad mit ins neue Domizil genommen. Neu gekauft wurde nicht viel. Der Aufwand ist trotzdem beträchtlich. 170 000 Euro waren für den Umbau kalkuliert. Tatsächlich dürfte es wohl etwas teurer werden.

Um das Jodschwefelwasser zum Badepark zu leiten, hat die Gemeinde eine Leitung von den Quellen Adrianus und Wilhelmina unter der Straße hindurch legen lassen. Mit 19 bis 20 Grad kommt das heilsame Wasser aus der Quelle, über einen Wärmeplattentauscher wird es auf Badetemperatur erhitzt. „Die Technik ist neu“, sagt Zinser. Aber nicht nur deshalb findet ein Probebetrieb statt. Vor allem geht es um die Abläufe, die das Bade-Team neu entwickeln muss. Im Übergangsdomizil ist es sehr viel enger als im alten Jodbad. Dafür sind die Wege kürzer, was ein Vorteil ist. Es gibt nur sechs Wannen, im alten Bad waren es 25. Auch ein Sprühbad ist mit umgezogen und die Abteilung für Augenbäder. Es gibt Massageliegen mit Traumblick, ein Büro für Zinser und eine große Rezeption. Die ersten, die hier empfangen werden, sind Mitarbeiter der Tourist-Info, des Rathauses und des Badeparks. Sie sind zum Probebaden eingeladen – und dürften es mit Humor nehmen, wenn etwas nicht perfekt läuft. Voraussichtlich wird der Probebetrieb am 23. Januar beginnen.

Die Begutachterin der Krankenkasse war schon da. Und sehr angetan, wie Zinser sagt. „Sie war beeindruckt, was wir in der kurzen Zeit geschafft haben.“ An der Zulassung dürfte kein Zweifel bestehen. Um allen Vorgaben Rechnung zu tragen, hat die Badepark-Mannschaft, bestehend aus 13 Mitarbeitern, eine Urlaubssperre über die Weihnachtszeit akzeptiert und kräftig angepackt. Den Umzug stemmte es alleine, nur mithilfe des Bauhofs. Im alten Bad, das am Tag vor Weihnachten das letzte Mal geöffnet war, sieht es allerdings noch ziemlich wild aus, wie Zinser sagt. „Da müssen wir noch entscheiden, was wir behalten und was wegmuss.“

Eilig ist das nicht: Der Abriss des alten Bads erfolgt erst im Oktober. Schon früher, nämlich schon im Mai, sollen die Bauarbeiten für das neue Badehaus beginnen. Stehen wird es frühestens im Sommer 2018. Was dann mit den jetzt gerade umgebauten Räumen im Obergeschoss des Badeparks passiert, ist derzeit noch offen.

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