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Geschlossen! Seit 2013 steht die Berggaststätte Bauer in der Au in Bad Wiessee leer. Derzeit laufen dort Umbaumaßnahmen - und die Hoffnung wächst, dass die Wirtschaft bald wieder aufmacht.

Franz Haslberger legt neue Pläne vor

Gute Aussichten für Bauern in der Au

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Bad Wiessee - Es gibt Hoffnung für den Bauern in der Au. Eigentümer Franz Haslberger ist derzeit dabei, die Berggaststätte umzubauen. Jetzt will er auch noch den dazugehörigen Stall modernisieren.

Der Bau der neuen Tiefgarage beim Bauern in der Au in Bad Wiessee ist schon weit gediehen, auch die seit Jahren genehmigte Erweiterung der seit 2013 geschlossenen Gaststätte ist im Gange. Am Donnerstagabend nun lag dem Wiesseer Bauausschuss ein weiterer Antrag des Unternehmers Franz Haslberger vor: Er möchte den nördlich gelegenen Schuppen abreißen und durch einen größeren Neubau ersetzen.

Die Optik und Beschaffenheit dieses „landwirtschaftlichen Nutzgebäudes“ sorgte im Ausschuss durchaus für Erstaunen – und auch für Zweifel. Freilich stehe es dem Eigentümer frei, sein altes Gebäude durch ein neues zu ersetzen, meinte Klaudia Martini (SPD). „Doch ich lass mich ungern aufs Glatteis führen.“ Martini hatte ihre Zweifel an der landwirtschaftlichen Nutzung des Neubaus: „Das ist schon ein Bauernhof der besonderen Art“, meinte sie.

Tatsächlich entspricht der geplante Bau nicht der Vorstellung von einem herkömmlichen Stall. Das Gebäude soll Ausmaße von 43 mal elf Metern bekommen und wäre damit zwölf Meter länger und drei Meter breiter als der bisherige Schuppen. Zudem ist geplant, den Bau komplett zu unterkellern und einen unterirdischen Gang zur benachbarten Tiefgarage zu schaffen.

Zur Nutzung: Laut Antrag will Haslberger im Erdgeschoss sieben Boxen für Pferde, zwei 63 Quadratmeter große Ställe für Kühe und Schweine sowie ein Lager für die Hackschnitzeltrocknung unterbringen. Im Keller soll es einen Maschinenraum und Bereiche fürs Futter geben. Die Fassadengestaltung ist recht aufwendig geplant und durchaus attraktiv.

Weil das betreffende Grundstück im Außenbereich liegt, könne die Maßnahme ohnehin nur genehmigt werden, „wenn das Landratsamt eine landwirtschaftliche Privilegierung anerkennt“, stellte Bauamtsleiter Helmut Köckeis in der Sitzung klar. Eine solche wurde Haslberger für den Bau eines Stalls aber schon einmal in Aussicht gestellt.

Während Martini also mit dem Vorhaben haderte, war es für Markus Trinkl (Wiesseer Block) durchaus in Ordnung, dass der Eigentümer den wenig ansehnlichen Schuppen, in dem auch derzeit schon Pferde untergestellt sind, durch eine „anständige Halle“ ersetzt. Die geplante Maßnahme sei schlicht eine Modernisierung des Altbestands. Gemeinderat Georg Erlacher (CSU), selbst Landwirt, sah in dem Neubau weniger einen Stall in bekanntem Sinne, als vielmehr eine „Unterstellmöglichkeit für Viecher“. Erlacher fand es positiv, dass Haslberger seinen Besitz mitsamt der dazugehörigen Flächen derzeit Schritt für Schritt verschönere. „Wir sollten froh sein, dass das auf Vordermann gebracht wird.“

Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block), der den Neubau nach eigener Aussage zwar nur schwer mit einem herkömmlichen landwirtschaftlichen Betrieb in Einklang bringen konnte, verband mit den Plänen Haslbergers vor allem eine Hoffnung: „Mit dieser Lösung könnte die ganze Diskussion zu dem Thema sinnvoll beendet werden.“

Bekanntlich verfolgte Haslberger bisher hartnäckig den Plan, den historischen Gutshof Bauer in der Au in seiner alten Pracht wieder auferstehen zu lassen. Dafür bekam er allerdings keine Genehmigung. Angesichts der jetzigen Pläne und Maßnahmen liegt die Vermutung nahe, dass sich der Freisinger Unternehmer von diesem Traum endgültig verabschiedet hat und den Bauern in der Au in der jetzigen Form wieder als Gastronomie zur Verfügung stellt. Bestätigen wollte das sein Anwalt Mathias Dürr gegenüber unserer Zeitung aber nicht. Nur so viel: „Erfreulich ist, dass es vorangeht.“

Der Bauausschuss trug am Donnerstag seinen Teil dazu bei. Gegen die Stimme Martinis stimmte er dem Neubau des Nutzgebäudes zu – vorausgesetzt, das Landratsamt erteilt die entsprechende Privilegierung. Zudem wies die Gemeinde in ihrem Beschluss auf die „problematische Hangkante“ beim Neubau hin und bat zu prüfen, ob die größeren Ausmaße tatsächlich nötig sind.

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