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Das Führungsteam: Bernhard Kaiser bleibt Vorsitzender, Steffi Erlacher (m.) seine Stellvertreterin. Um die Kasse kümmert sich Regina Beil (l.) ihre Schwester Maria Strillinger wurde zur Schriftführerin gewählt.

Kur- und Verkehrsverein Bad Wiessee

Gastgeber-Verein will sich künftig mehr einmischen

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Der Kur- und Verkehrsverein Bad Wiessee wird auch künftig von Bernhard Kaiser und Steffi Erlacher geführt. Künftig, so kündigte das Vorstandsteam an, will der Verein sich öfter zu Wort melden. 

Bad WiesseeMitreden, mitgestalten, das war Bernhard Kaiser (59), Chef des Hotels Askania, seit jeher wichtig. Seit 1986 gehört er dem Vorstand des Wiesseer Kur- und Verkehrsvereins an, bei der Hauptversammlung im Gasthof Zur Post ließ er sich jetzt erneut an die Spitze wählen. Ihm zur Seite steht weiterhin Steffi Erlacher als Vize-Vorsitzende, um Kasse und Schriftführung kümmern sich die Schwestern Regina Beil und Maria Strillinger (beide Hotel Rex). Kaiser freut sich, dass die beiden jungen Frauen im Verein Verantwortung übernehmen. „Da zeichnet sich ein Generationswechsel ab“, meint Kaiser.

Diskutiert wurde bei der Hauptversammlung in recht großer Runde. 27 der 88 Mitglieder waren gekommen, was Kaiser freut. Sein Fazit: „Wir möchten uns künftig mehr in die gemeindlichen Dinge einmischen.“ Zum Beispiel beim Thema Gestaltung der Seepromenade. Wie berichtet, will der Gemeinderat der Flaniermeile am Ufer eine Schönheitskur verpassen und beantragt dafür Fördergelder. Dass dabei auch der Rückbau der Ufermauer im Gespräch ist, gefällt Kaiser nicht. „Das verleitet die Gäste zum Baden“, findet er. Die Wiesseer Bucht sei aber keine Badebucht und solle auch keine werden. Der Verein wolle sich bei den Planungen mit einbringen: „Schließlich sind wir nah am Gast.“

Stark machen will sich der Gastgeber-Verein auch für die Rückkehr der Montgolfiade nach Bad Wiessee (siehe Text unten). „Wir wollen, dass diese angestammte Veranstaltung wieder nach Bad Wiessee zurückkommt“, betont Kaiser. Dafür suche der Verein den konstruktiven Dialog. Gute Chancen rechnet sich Kaiser für Bad Wiessee schon deshalb aus, weil die Montgolfiade 2019 noch heimatlos ist. „Ausfallen darf sie auf keinen Fall“, findet Kaiser. Denn dann würden die treuen Ballonfahrer vermutlich abtrünnig werden: „Es gibt ja viele schöne Ballon-Wettbewerbe.“

Mehr als zufrieden ist der Verkehrsverein mit dem Erfolg des Wiesseer Adventsmarkts. „Der Markt tut uns extrem gut“, meint Kaiser, der dort auch einen Stand betreibt. Der Markt finde viel Zulauf, sei aber immer noch sehr stimmungsvoll und gemütlich. Die Besucher kauften gerne ein, und zwar nicht nur am Markt selbst. „Da profitiert der ganze Ort.“ Der Markt sei aber noch ausbaufähig.

Engagieren will sich der Verein auch für die Sanierung und Nutzung des Troadkastns, eines ehemaligen Getreidespeichers aus dem 17. Jahrhundert. Gemeinsam mit der Gemeinde wolle der Verein über eine Verwendung des denkmalgeschützten Holzschuppens nachdenken, meint Kaiser: „Man könnte ihn vielleicht für Ausstellungen nutzen.“ 

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