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Das Jodbad-Gelände in Bad Wiessee.

Jodbad, Wandelhalle, medizinisches Zentrum in Bad Wiessee

Kurviertel-Pläne: So geht's weiter 

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Bad Wiessee - Ein wichtiger Schritt ist geschafft: Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan für das Gebiet Jod-Schwefelbad endgültig verabschiedet. So geht's weiter mit dem Projekt am See.

„Jetzt ist ein wichtiger Schritt geschafft“, sagt Bad Wiessees Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block). Mit der einzigen Gegenstimme von Ingrid Versen (CSU), die das Projekt grundsätzlich kritisiert und aus Gründen der Konsequenz dagegen votierte, hat der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan für das Gebiet Jod-Schwefelbad mit Wandelhalle endgültig verabschiedet. Zweimal hatten Behörden, Einrichtungen und Bürger die Möglichkeit, ihre Stellungnahmen abzugeben und ihre Meinung zu äußern. Damit der Plan möglichst schnell vorankommt und rechtskräftig wird, lag er zuletzt im verkürzten Zeitraum von zwei statt vier Wochen aus. 

Städteplaner Eberhard von Angerer, der für die Gemeinde das aufwändige Bebauungsplanverfahren abwickelt, brachte den Gemeinderat auf den aktuellen Stand: Sämtliche Einwände und Anregungen, die im Rahmen der zweiten Auslegung geäußert worden waren, seien nun berücksichtigt. Etwa die Vorgabe, dass in dem Gebiet keine Zweitwohnungen möglich sein dürfen. „Auch der Beschluss zum Abbruch der Spielarena spielt keine Rolle mehr“, sagte Angerer. In der letzten Runde seien keine Einwände, sondern nurmehr Hinweise im Rathaus eingegangen, so Angerer. Alle mit dem Tenor: Der Planung für das Jodbad-Areal steht nichts mehr im Weg.

Star-Architekt Matteo Thun kann loslegen

Wie geht’s jetzt weiter mit dem Areal? Der Investor, die Schweizer Sports Medicine Excellence Group (SME), plant bekanntlich ein luxuriöses Hotel mit 110 Zimmern, verteilt auf zwei Flügel. Ein drittes Gebäude beherbergt ein medizinisches Zentrum mit zwei OP-Sälen und Therapieräumen, zudem ist ein Personalhaus auf dem Gelände der jetzigen Tennisplätze vorgesehen. In der denkmalgeschützten Wandelhalle entsteht eine hochwertige Gastronomie. Florian Kamelger, dem die SME zusammen mit Andreas Bänzinger gehört, ist froh, dass in Bad Wiessee eine wichtige Etappe abgeschlossen ist. „Der Bebauungsplan gibt uns Rechtssicherheit“, äußert sich Kamelger auf Nachfrage. Nun könne in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Star-Architekten Matteo Thun die Entwurfsplanung und dann der konkrete Bauantrag erarbeitet werden. Seinen geplanten Baustil hatte Matteo Thun Mitte März bei der Eröffnung einer Ausstellung über Südtiroler Hotelbauten in der Wandelhalle bereits vorgestellt. Er setzt auf Holzbauweise. Thun wird auch das Jodbad selbst entwerfen. Dieses wird von der Gemeinde gebaut. Dass es nicht innerhalb des Bebauungsplans liegt, habe für Bürgermeister Höß nur Vorteile. „Damit wird die Planung leichter.“ Der Bau, in dem künftig die Jodbäder verabreicht werden und der im jetzigen Garten des Badeparks liegen wird, könne dann über einen normalen Bauantrag abgewickelt werden. 

Hotel, Gastro, Medizin - alles in einer Hand

Zur Wandelhalle: Weil das Münchner Unternehmen Kull&Weinzierl nicht mehr als Partner der SME mit im Boot ist, stellt sich die Frage, wer künftig die Gastronomie übernimmt. Inzwischen habe sich die SME laut Kamelger dazu entschieden, dass sie alle Bereiche – also Hotel, Gastronomie und Medizin – in der Gesamtheit übernimmt. Kamelger möchte noch keine Namen nennen, so viel aber doch: Eine Persönlichkeit aus dem Fünf-Sterne-Bereich werde die Gastronomie „auf Geschäftsleitungsebene“ übernehmen. Hotel und Gastronomie müssten auf einer strategischen Ebene angesiedelt sein. „Wir wollen Qualität auf allen Ebenen.“ Schon demnächst könne er den Namen präsentieren. 

Zum Zeitplan: Ende des Jahres ist damit zu rechnen, dass SME die konkreten Pläne Matteo Thuns in der Gemeinde vorlegt. „Dieses Ziel ist sportlich, aber wir wollen das schaffen“, sagt Florian Kamelger. Es komme derzeit vieles voran. Auch die Verträge mit der Gemeinde, die das Jodbad-Areal verkauft? Da hält sich Kamelger lieber zurück: „Über Vertragsinhalte möchte ich nicht sprechen."

gr

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