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Bad Wiessee will den Fahrradverkehr stärken. Hier an der Seepromenade ist das Radeln allerdings seit vergangenem Jahr nicht mehr erlaubt.

Gemeinderat will auch die Bürger beteiligen

Radkonzept für Bad Wiessee:Es darf die teure Variante sein

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Bad Wiessee will den Radverkehr voranbringen. Das lässt sich die Gemeinde einiges kosten: Sie hat jetzt ein Mobilitätskonzept in Auftrag gegeben und möchte daran auch die Bürger beteiligen. 

Bad Wiessee – Auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Kommune möchte Bad Wiessee möglichst schnell ans Ziel kommen. Der Gemeinderat entschied daher in seiner Sitzung am Donnerstagabend, den Verkehrsplaner Ralf Kaulen mit der Erstellung eines Radverkehrskonzepts zu beauftragen. Dafür nimmt die Gemeinde eine Stange Geld in die Hand: Bewusst – und einstimmig – entschied sich das Gremium für die kostspieligere Variante mit Öffentlichkeitsbeteiligung. So hatte es bereits der neue Ausschuss für Energie, Klimaschutz und Mobilität empfohlen. 37.247 Euro soll die Erstellung des Konzepts durch das Fachbüro kosten.

Dass die angestrebte Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK) der richtige Weg ist, daran bestand im Gemeinderat kein Zweifel. „Wir sollten aber prüfen, ob wir Synergien im Tegernseer Tal nutzen können“, regte Rolf Neresheimer (Bürgerliste Bad Wiessee) an. Schließlich hätten sich die Nachbarkommunen Gmund und Kreuth bereits auf den gleichen Weg gemacht – ebenfalls mit dem Büro Kaulen.

Bürgermeister Robert Kühn (SPD) wusste aus der aktuellen Bürgermeister-Dienstbesprechung sogar zu berichten, dass auch Tegernsee und Rottach-Egern die Fahrradfreundlichkeit anstreben. Dennoch stellte Kühn klar: „Jede Gemeinde muss ihr eigenes Konzept erstellen, damit sie Mitglied werden kann.“

Florian Sareiter (CSU) war eine talübergreifende Zusammenarbeit in dieser Sache trotzdem wichtig. Die einzelnen Radkonzepte sollten sich irgendwann „treffen“, meinte er. Ansonsten sei der eingeschlagene Weg „nicht schlecht“. „Wir werden für eine entsprechende Lösung stimmen“, kündigte Sareiter an. Und auch Bernd Kuntze-Fechner zeigte sich überzeugt: „Bad Wiessee bringt eine lange Radfahrtradition mit – wir haben das Potenzial, dass viel mehr Rad gefahren wird im Ort.“ Einigkeit bestand auch darin, die Bürger auf diesem Weg aktiv mitzunehmen, möglicherweise auch über eine Online-Befragung.

Lesen Sie hier: Seepromenade für Radler wieder tabu

Unter dem Punkt „Wünsche und Anregungen“, der im Wiesseer Gemeinderat mit der neuen Amtsperiode erst wieder eingeführt werden musste, meldete sich Kurt Sareiter (CSU) noch einmal zum Thema Radeln zu Wort. Er lobte die Entscheidung des Gremiums vom September vergangenen Jahres, das Radfahren im Kernbereich der Seepromenade wieder zu verbieten. „Das war eine gute Entscheidung“, sagte Sareiter. Auch entsprechende Schilder seien angebracht worden. Allerdings fehle es an Kontrollen durch die Polizei, monierte der CSU-Vertreter. Rathaus-Chef Kühn hatte sich des Themas bereits angenommen. Die Gemeinde plane an der Seepromenade ein gemeinsames „Aktions-Wochenende“ mit der Polizei, kündigte er an.

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