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Das Josefsheim am Löblweg gehört Ordensschwestern, d ie es verkaufen wollen. Auch die Gemeinde Bad Wiessee hat Interesse. Derzeit wird es noch als Pfarrheim genutzt.

Nach Kündigung des Pachtvertrags mit der Pfarrei

Gemeinde will Josefsheim am Löblweg kaufen

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Bad Wiessee - Eigentlich sollte das Josefsheim der Speyrer Schwestern am Löblweg in Bad Wiessee schon verkauft sein. Doch noch wird verhandelt – auch die Gemeinde Bad Wiessee hat Interesse.

Der Pachtvertrag ist mit dem Jahr 2016 ausgelaufen. Das heißt: Eigentlich darf die Pfarrgemeinde Bad Wiessee das Josefsheim der Speyrer Schwestern am Löblweg nicht mehr nutzen. „Aber wir bekommen wohl noch ein halbes Jahr Aufschub“, berichtet Kirchenpfleger Herbert Stadler. Eine gute Nachricht, denn der Bau des neuen Pfarrheims wird noch eine ganze Weile auf sich warten lassen. Zur weiteren Nutzung des Josefsheims braucht die Pfarrei noch die offizielle Genehmigung des Erzbischöflichen Ordinariats. Doch die Zeichen dafür stehen gut. „Da sind wir optimistisch“, meint Stadler.

Gekündigt worden war der Pachtvertrag mit der Pfarrgemeinde, weil die Ordensschwestern ihren Besitz am Löblweg verkaufen wollten. Der Orden braucht Geld, um die Betreuung seiner Senioren zu finanzieren.

Aber: Bis heute ist der Verkauf noch nicht erfolgt. Er dürfte sich auch nicht einfach gestalten. Neben der Diözese hat auch die Gemeinde Bad Wiessee ein Vorkaufsrecht. „Und wir sind auch interessiert“, sagt Bürgermeister Peter Höß. Die Gelegenheit, ein Grundstück in dieser Lage bei Schule und Kindergarten zu erwerben, dürfe sich die Gemeinde nicht entgehen lassen.

„Aber wir sind uns noch nicht handelseinig geworden“, erklärt Höß, ohne genaue Summen zu nennen. Der Kaufpreis dürfte sich an den Möglichkeiten orientieren, die das Grundstück eröffnet. Die sind unter anderem durch eine denkmalgeschützte Kapelle begrenzt. Schon vor vielen Jahren wurde das 2000 Quadratmeter große Grundstück als Gemeinbedarfsfläche ausgewiesen. Ein Bauträger kann mit dem Grundstück also zunächst nicht viel anfangen. Auch die Gemeinde selbst hat Höß zufolge noch keine konkreten Pläne für die Fläche.

Das in den 1930er-Jahren errichtete Josefsheim selbst ist eigentlich ein Wohnhaus. Gebaut hatte es der Löblbauer als Altersruhesitz. Später übernahmen die Schwestern, die dem Dritten Orden des Heiligen Dominikus aus Speyer angehören, das Haus und nutzten es zunächst als Ferienheim, bis es zum Pfarrheim der Wiesseer Katholiken wurde. Wirklich geeignet ist es dafür nicht: Die Räume sind zu klein, es fehlt ein Saal. Aber es treffen sich dort unter anderem der Pfarrgemeinderat, der Frauenkreis, die Ministranten und Gruppen, die für kirchliche Feste basteln.

Die Kündigung des Pachtvertrags war für die Pfarrgemeinde der Anstoß, sich den Traum vom passenden Domizil mit einem schönen Saal endlich zu erfüllen. Ein Grundstück ist mittlerweile gefunden. An der Dr.-Scheid-Straße soll ein Neubau entstehen. Die Pläne für das neue Haus hat die Pfarrgemeinde kurz vor Weihnachten ans Ordinariat geschickt, mit Kostenschätzung. Wie hoch die Bausumme ist, lässt Stadler offen. Schließlich werde das ganze Projekt jetzt erst vom Ordinariat geprüft, macht er deutlich. Erst wenn der Entwurf abgesegnet sei, könne er Konkretes sagen.

Auch der Zeitplan ist noch offen. „Das dauert alles etwas länger, als wir gedacht haben“, räumt Stadler ein. Ursprünglich hätte zum Jahresende 2016 ein neues Pfarrheim stehen sollen, gleich neben der Kirche Maria Himmelfahrt. Das alte Pfarrhaus auf dem Kirchenhügel sollte dafür abgerissen werden. Das wiederum hat das Landesamt für Denkmalpflege verhindert. Daher will das Ordinariat das sanierungsbedürftige Haus nun verkaufen. Aber auch das ist Stadler zufolge noch nicht geschehen. Das denkmalgeschützte Haus steht seit dem Auszug einer Flüchtlingsfamilie leer.

jm

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