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Die alte Holzpergola hat in den Plänen zur Neugestaltung der Seepromenade vermutlich keinen Platz mehr. Sie müsste laut Städteplaner Eberhard von Angerer in jedem Fall erneuert werden. 

Gemeinde reicht für 2018 Förderantrag ein

Seepromenade: Die Schönheitskur soll endlich beginnen

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Teile der Wiesseer Seepromenade sind schon lange keine Zierde mehr. Die Gemeinde will die Neugestaltung des Uferbereichs nun offenbar in Angriff nehmen. Für 2018 wird eine Förderung der Maßnahme beantragt.

Bad Wiessee– Ein beengter Musikpavillon, unbequeme Sitzbänke, eine mangelhafte Beschaffenheit der Oberfläche und schließlich die halb verfallene Pergola: Ansatzpunkte, wie man die Seepromenade in Bad Wiessee aufpolieren könnte, gibt es einige. Deshalb hatte Städteplaner Eberhard von Angerer das Projekt auf die Liste derjenigen Maßnahmen gepackt, für die man im Rahmen der Städtebauförderung 2018 einen Zuschuss beantragen möchte. Investitionen in Höhe von 600.000 Euro sollen allein für die Seepromenade angemeldet werden. Von Angerer hofft auf Finanzhilfen in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Kosten.

„Es freut mich sehr, dass wir die Promenade nun zügig in Angriff nehmen“, meinte Florian Sareiter (CSU), als die Bedarfsanmeldung für die Städtebauförderung nun Thema im Gemeinderat war. Und Fraktionskollege Kurt Sareiter ergänzte: „Das ist wirklich dringend.“

Diskutiert wird nämlich schon lange über eine Neugestaltung dieses Bereichs, auch ein eigens gegründeter Arbeitskreis hat schon mehrmals getagt. Von Angerer sieht vor allem bei der alten Holzpergola und beim Pavillon Handlungsbedarf, in dem regelmäßig die Kurkonzerte stattfinden. „Die Situation dort ist momentan nicht sehr erquicklich“, meint der Städteplaner auf Nachfrage.

Weil die Konzerte trotz der Enge im Pavillon und der unbequemen Sitzgelegenheiten stets sehr gut besucht sind, würde von Angerer hier sehr gerne Hand anlegen: „Da steckt ein Wahnsinns-Potenzial drinnen.“ Auch eine Entfernung der Ufermauer und die Schaffung eines „weicheren Zugangs“ zum Wasser sowie ein neues Grünkonzept könnte sich der Fachmann gut vorstellen. Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) jedenfalls betonte im Gemeinderat: „Die Seepromenade hat Priorität.“

Anfang kommenden Jahres, so erklärt von Angerer, werde es zu dem Thema vermutlich eine Gemeinderats-Klausur geben. Dann wisse man möglicherweise auch schon mehr darüber, wie die Planungen der Familie Strüngmann für die Neubauten am See genau aussehen.

Der Gemeinderat billigte die Bedarfsanmeldung für die Städtebauförderung letztlich ohne Gegenstimme. Zum Thema Neugestaltung Seepromenade meinte Eberhard von Angerer abschließend: „Wenn wir schnell sind, könnten wir im Herbst damit anfangen.“

Auch Dourdan-Platz soll neu gestaltet werden - Rätselraten über Haslberger

Als zweite große Maßnahme hat der Gemeinderat Bad Wiessee die Neugestaltung des Dourdan-Platzes in seinen Jahresantrag für die Städtebauförderung aufgenommen. Mit 400.000 Euro hat Städteplaner Eberhard von Angerer dieses Projekt zunächst angesetzt. Ob es tatsächlich bereits im kommenden Jahr umgesetzt wird, ist offen.

Birgit Trinkl (Wiesseer Block) hinterfragte im Gemeinderat, ob die Maßnahme überhaupt Sinn mache, wo doch Franz Haslberger mit der geplanten Sanierung der benachbarten Niederstub’n noch gar nicht begonnen habe. „Schön wäre es natürlich, wenn Beides gemeinsam verwirklicht wird“, räumte Bürgermeister Peter Höß ein. Und fügte hinzu: „Ich weiß nicht, warum Herr Haslberger nicht anfängt.“

Eigentlich könnte der Freisinger Unternehmer, dem neben dem Wohn- und Geschäftshaus an der Sanktjohanserstraße auch die Berggasthäuser Bauer in der Au und Söllbachklause gehören, längst mit dem Umbau beginnen. Die Pläne für die Niederstub’n hatte der Gemeinderat bereits im September 2014 genehmigt. Städteplaner von Angerer hingegen findet nicht, dass die Neugestaltung des Dourdanplatzes zwingend gekoppelt sein muss an die Sanierung der Niederstub’n. „Eine Planung aus einem Guss wäre in diesem Fall ohnehin nicht so einfach“, meinte der Planer auf Nachfrage. Er glaubt vielmehr, dass es von Vorteil sein könnte, wenn die Gemeinde von sich aus mit Bauarbeiten loslegt. „Wenn durch die Gemeinde eine schöne Gestaltung entsteht, kann das auch bei Privatinvestoren etwas in Gang setzen“, meint von Angerer.

gab

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