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Symbolischer Akt: Den Schlüssel zur Wandelhalle – und damit das gesamte Jodbad-Areal – übergab gestern Bürgermeister Peter Höß (2.v.r.) im Beisein seines Stellvertreters Robert Huber (r.) an Florian Kamelger (2.v.l.) und Felix Penner.

Schlüsselübergabe am alten Jodbad-Gelände

Bürgermeister Höß: „Habe nie an SME gezweifelt“

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Das Geschäft ist besiegelt: Bürgermeister Peter Höß hat am Donnerstag das Jodbad-Areal offiziell an SME übergeben. Dabei betonte der Rathaus-Chef: Er habe nie an dem Schweizer Hotel-Investor gezweifelt.

Bad Wiessee – Der Kaufpreis in Höhe von sieben Millionen Euro ist auf dem Konto der Gemeinde eingegangen. Parallel dazu hat der große Abbruch auf dem Areal des einstigen Jodschwefelbads begonnen. Für Bürgermeister Höß und die Investoren der Sports Medicine Group (SME) eine gute Gelegenheit, um der Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass hier – wie versprochen – etwas Großartiges entstehen werde: nämlich ein Hotel der Luxuskategorie nebst Medizin-Zentrum.

„Das ist ein sehr, sehr erfreuliches Ereignis für uns“, meinte denn auch SME-Chef Florian Kamelger, als er gemeinsam mit seiner rechten Hand, dem Chief Hospitality Officer Felix Penner, zur symbolischen Schlüsselübergabe vor der geschichtsträchtigen Wandelhalle erschien. Ob er glaube, dass mit diesem Akt nun alle Skeptiker verstummen werden, die SME das Großprojekt nicht zugetraut hatten? Das werde wohl erst der Fall sein, „wenn wir die Türen des Hotels aufmachen“, meinte Kamelger. Oder noch später. Nämlich dann, wenn SME den Ort Bad Wiessee „auf andere Art und Weise auf die Landkarte der Hotellerie geholt hat“. Selbstbewusst sprach SME am Donnerstag von dem „baulichen Startschuss für ein Jahrhundert-Projekt“.

Dass es dabei im Vorfeld zu leichten Verzögerungen gekommen sei, habe er nie als Problem empfunden, erklärte Kamelger. Auf diese Weise habe man eine größtmögliche Planungs- und Kostensicherheit erlangt. Und auch Bürgermeister Höß konnte dem zeitlichen Verzug Positives abgewinnen: „Ich bin froh, dass wir noch ein Jahr länger Zeit hatten. So war die Heilwasserversorgung für die Interimslösung gesichert.“

Inzwischen steht der zeitliche Fahrplan für die Realisierung des Hotels mit seinen 121 Zimmern, dem ausgedehnten Spa-, Wellness- und Sportbereich, der gehobenen Gastronomie sowie dem angegliederten Medizin-Gebäude. Mit dem Spatenstich sei im Jahr 2018 zu rechnen, hieß es seitens SME. Die Eröffnung wird für Ende 2020 anvisiert. Die Abbrucharbeiten auf dem 18 000 Quadratmeter großen Areal haben dieser Tage begonnen. Die Kosten sind noch von der Gemeinde zu übernehmen, die Rede war am Donnerstag von knapp einer Million Euro.

Vom Abriss verschont bleibt indes die denkmalgeschützte Wandelhalle. „Das hat einen besonderen Charme, die Halle bekommt eine ganz neue Aufgabe“, schwärmte der Bürgermeister. Bekanntlich wird hier ein Teil des gastronomischen Angebots des neuen Komplexes angesiedelt. Zuständig für diesen Bereich ist Felix Penner. Er ist überzeugt davon, dass das Gastronomie-Konzept in dem historischen Gemäuer aufgehen werde. „Ich weiß schon jetzt, wie es aussehen wird“, meinte Penner voller Euphorie.

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