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Das Josefsheim steht schon länger zum Verkauf, bislang konnten sich Gemeinde und Eigentümer aber nicht einigen.

„Gewinnmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit“

Grundstück am Löblweg: Ordensschwestern blitzen mit Antrag ab

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Das Josefsheim am Löblweg steht eigentlich zum Verkauf - die Gemeinde würde es gerne haben. Doch jetzt haben die Ordensschwestern als Eigentümer selbst einen Antrag für einen Neubau gestellt - und sind abgeblitzt.

Bad Wiessee– Die Gemeinde Bad Wiessee hat starkes Interesse am Erwerb des Josefsheims am Löblweg. Sogar das Vorkaufsrecht hatte sich die Kommune in diesem Frühjahr gesichert. Doch bislang sind die Verhandlungen mit den Eigentümern, den Speyrer Ordensschwestern, gescheitert. Die Preisvorstellungen liegen zu weit auseinander. Nun lotet der Orden offenbar seine eigenen Möglichkeiten auf dem Grundstück aus. Im Gemeinderat lag ein Antrag auf Vorbescheid für den Neubau eines Appartementhauses auf dem Tisch.

Ein Anwesen mit 22 Einzelzimmern und zwei größeren Ferienwohnungen würde dem Antragsteller für das Grundstück vorschweben, wie Bauamtsleiter Helmut Köckeis im Gemeinderat informierte. Bekanntlich diente das St. Josefsheim zuletzt den Wiesseer Katholiken als Pfarrheim. Doch der Pachtvertrag ist längst ausgelaufen, die Pfarrgemeinde plant derzeit einen Neubau auf einem Areal an der Dr.-Scheid-Straße.

Die Gemeinde würde sich das 2000 Quadratmeter große Grundstück am Löblweg gerne sichern, um darauf möglicherweise bezahlbaren Wohnraum für Wiesseer Bürger zu schaffen. „Es existiert auch ein Bebauungsplan, der eine sehr restriktive Nutzung vorschreibt“, teilte Köckeis mit. Heißt: Die Gemeinde hat die Fläche für den Gemeinbedarf ausgewiesen, dort dürfen somit nur Gebäude für soziale Zwecke entstehen.

Schon deshalb hatte der Vorbescheids-Antrag der Ordensschwestern im Gemeinderat keine Chance. Köckeis schlug aufgrund der „Art der baulichen Nutzung“ vor, den Antrag abzulehnen. Die Gemeinderäte folgten dem einstimmig.

So einfach auf sich beruhen lassen wollte Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD) das Thema aber nicht. Hier werde seitens eines Ordens versucht, „Gewinnmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit“ zu betreiben, schimpfte Huber. „Die wollen uns da was abpressen – das ist wirklich traurig.“

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