Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft
+
Das Josefsheim steht schon länger zum Verkauf, bislang konnten sich Gemeinde und Eigentümer aber nicht einigen.

„Gewinnmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit“

Grundstück am Löblweg: Ordensschwestern blitzen mit Antrag ab

  • schließen

Das Josefsheim am Löblweg steht eigentlich zum Verkauf - die Gemeinde würde es gerne haben. Doch jetzt haben die Ordensschwestern als Eigentümer selbst einen Antrag für einen Neubau gestellt - und sind abgeblitzt.

Bad Wiessee– Die Gemeinde Bad Wiessee hat starkes Interesse am Erwerb des Josefsheims am Löblweg. Sogar das Vorkaufsrecht hatte sich die Kommune in diesem Frühjahr gesichert. Doch bislang sind die Verhandlungen mit den Eigentümern, den Speyrer Ordensschwestern, gescheitert. Die Preisvorstellungen liegen zu weit auseinander. Nun lotet der Orden offenbar seine eigenen Möglichkeiten auf dem Grundstück aus. Im Gemeinderat lag ein Antrag auf Vorbescheid für den Neubau eines Appartementhauses auf dem Tisch.

Ein Anwesen mit 22 Einzelzimmern und zwei größeren Ferienwohnungen würde dem Antragsteller für das Grundstück vorschweben, wie Bauamtsleiter Helmut Köckeis im Gemeinderat informierte. Bekanntlich diente das St. Josefsheim zuletzt den Wiesseer Katholiken als Pfarrheim. Doch der Pachtvertrag ist längst ausgelaufen, die Pfarrgemeinde plant derzeit einen Neubau auf einem Areal an der Dr.-Scheid-Straße.

Die Gemeinde würde sich das 2000 Quadratmeter große Grundstück am Löblweg gerne sichern, um darauf möglicherweise bezahlbaren Wohnraum für Wiesseer Bürger zu schaffen. „Es existiert auch ein Bebauungsplan, der eine sehr restriktive Nutzung vorschreibt“, teilte Köckeis mit. Heißt: Die Gemeinde hat die Fläche für den Gemeinbedarf ausgewiesen, dort dürfen somit nur Gebäude für soziale Zwecke entstehen.

Schon deshalb hatte der Vorbescheids-Antrag der Ordensschwestern im Gemeinderat keine Chance. Köckeis schlug aufgrund der „Art der baulichen Nutzung“ vor, den Antrag abzulehnen. Die Gemeinderäte folgten dem einstimmig.

So einfach auf sich beruhen lassen wollte Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD) das Thema aber nicht. Hier werde seitens eines Ordens versucht, „Gewinnmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit“ zu betreiben, schimpfte Huber. „Die wollen uns da was abpressen – das ist wirklich traurig.“

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Holzkirchen, was bewegt dich?
Abgesehen von Zugezogenen, die gegen Kuhglocken klagen, Stau und BOB-Chaos - was interessiert den Holzkirchner eigentlich? Wir machen uns auf die Suche nach der neuen …
Holzkirchen, was bewegt dich?
An alle Tegernseer, die grade kein Wasser haben: Hier liegt das Problem
In vielen Tegernseer Haushalten läuft grade gar nichts mehr. Schuld ist ein Baggerfahrer, der die Hauptwasserleitung am Krankenhaus-Areal erwischt hat. Die Stadt …
An alle Tegernseer, die grade kein Wasser haben: Hier liegt das Problem
Bauer in der Au: Für Wanderer geschlossen - aber Edel-Gäste fahren mit Luxus-Vans hinauf
Für Ausflügler ist der Bauer in der Au seit Oktober 2013 geschlossen. Dafür tafeln im renovierten Gasthof jetzt illustre Gäste. Sie werden mit dicken Autos nach oben …
Bauer in der Au: Für Wanderer geschlossen - aber Edel-Gäste fahren mit Luxus-Vans hinauf
Finanzplan Bad Wiessee: Dünne Mehrheit für dickes Budget 
Es ist ein Rekordhaushalt, 38 Millionen Euro stark. Bürgermeister Peter Höß präsentierte ihn mit Stolz,  bei der CSU lässt der Schuldenstand die Alarmglocken schrillen. …
Finanzplan Bad Wiessee: Dünne Mehrheit für dickes Budget 

Kommentare