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Die Bauarbeiten am Lindenplatz befinden sich auf der Zielgeraden. Die Fläche vor der Bäckerei Hauser soll noch diese Woche gepflastert werden. Die Bepflanzung mit den Stauden erfolgt dann im Frühjahr. 

Neues Grünkonzept, neue Bänke

Lindenplatz: Jetzt geht’s an den Feinschliff

Bad Wiessee - Die Bauarbeiten am Lindenplatz neigen sich langsam dem Ende zu – Zeit, die Feingestaltung zu planen. Der Gemeinderat entschied sich für eine naturnahe Bepflanzung und für neue Sitzgelegenheiten.

Vom Lindenplatz aus soll sich künftig ein neues Bepflanzungskonzept über den gesamten Kurort erstrecken. So hatte es die SPD-Fraktion im Wiesseer Gemeinderat bereits im Sommer gefordert. Landschaftsarchitektin Johanna Vogl aus Weilheim und der Wiesseer Bauhof-Gärtner Matthias Hartmann hatten die Idee aufgegriffen und ein Grünkonzept für den neu gestalteten Lindenplatz entworfen.

Demnach soll neben den bestehenden und neu zu pflanzenden Linden künftig eine Staudenbepflanzung das Ortszentrum schmücken. Die Vorteile machte Hartmann deutlich: Stauden, sprich krautige Pflanzen, seien langlebig und verursachten nur geringe Pflegekosten.

Das Grünkonzept für den Lindenplatz: Die gelben und orangen Flächen werden mit Stauden bepflanzt, die hellgrün markierten Bereiche werden zu Blumenwiesen. Die übrigen Kreise markieren die Bäume. Skizze: Büro Eberhard von Angerer

Die Gemeinderäte waren durchweg angetan von dem Vorschlag. „Das kommt unserer Intention sehr nahe“, meinte Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD). Er warnte allerdings davor, die Flächen zu sehr sich selbst zu überlassen. „Es soll nicht ausschauen wie Kraut und Rüben.“

Hartmann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Staudenbepflanzung grundsätzlich immer einen verwilderteren Eindruck mache als eine reine Sommerbepflanzung. „Da wird man nie so eine Korrektheit reinbringen.“ Markus Trinkl (Wiesseer Block) verwies auf das Beispiel des Gmunder Kreisels: „Der hat sich sehr schön entwickelt.“

Mit 16:1 entschied der Gemeinderat schließlich, die Stauden zu pflanzen und die Rasenflächen als Blumenwiesen zu gestalten. Auf Vorschlag von Städteplaner Eberhard von Angerer stimmte das Gremium außerdem dafür, noch auf die Schnelle vier Linden und eine Zierkirsche zu bestellen, damit diese noch in diesem Jahr am Lindenplatz eingesetzt werden können. Die übrige Bepflanzung folge dann wie geplant im Frühjahr, kündigte von Angerer an.

Auch in Sachen Sitzgelegenheiten will Bad Wiessee neue Wege gehen. Statt der bisherigen Bänke aus Tropenholz, die immer wieder abgeschliffen und neu lackiert werde müssen, setzt die Gemeinde künftig auf Bänke aus einheimischem Douglasienholz. Hergestellt werden sie von zwei örtlichen Handwerksbetrieben. Kostenpunkt: 750 Euro. „Das ist gegenüber einem Fertigprodukt vergleichsweise günstig“, sagte von Angerer und betonte: „Das wäre dann ein echtes Bad Wiesseer Produkt, die Wertschöpfung bliebe im Ort.“ Hinzu kommt, dass das Holz nicht behandelt werden muss und die Bänke einen höheren Sitzkomfort haben als das jetzige Modell.

Dieses Modell der „Wiesseer Bank“ kommt künftig im gesamten Kurort zum Einsatz.

Der Gemeinderat stimmte – wiederum mit 16:1 – für die Anschaffung der neuen „Wiesseer Bank“. Zunächst werden die neuen Bänke am Lindenplatz aufgestellt, nach und nach sollen sie dann sämtliche alten Garnituren im Ort ablösen.

Florian Sareiter (CSU) schlug in diesem Zusammenhang noch vor, dass man unter den Bürgern gegen Geld Patenschaften für die neuen Bänke vergeben könnte: „Das spart Kosten.“ Und Bernd Kuntze-Fechner (SPD) lobte: „Es ist gut, was hier rausgekommen ist. Schön, wenn wir von den lackierten Schrägbänken wegkommen.“

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