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Um den Urlaub am Tegernsee schmackhaft zu machen, hat die TTT Ende Mai auch eine neue, hochwertige Imagebroschüre fürs Tal herausgebracht. 

Bericht von TTT-Chef Christian Kausch im Gemeinderat

So will der Tegernsee ausländische Gäste gewinnen

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Das Tegernseer Tal will neue Märkte erschließen und auch vermehrt ausländische Gäste gewinnen. Wie das gelingen soll, hat TTT-Chef Christian Kausch jetzt im Wiesseer Gemeinderat erklärt.

Bad Wiessee – Jahrelang war die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) stark mit sich selbst und der eigenen Neuausrichtung beschäftigt. Die Fusionsbemühungen kosteten viel Energie. Nun – und das nahm der Wiesseer Gemeinderat in seiner Sitzung anerkennend zur Kenntnis – ist die TTT bei ihrer eigentlichen Arbeit, der Gästegewinnung, angekommen. „Es gefällt mir sehr, wie sich das entwickelt“, meinte beispielsweise Florian Sareiter (CSU).

Tatsächlich konnte Geschäftsführer Kausch für Bad Wiessee erfreuliche Zahlen vorlegen. So ist die Zahl der Gäste 2016 gegenüber dem Vorjahr um 5,19 Prozent gestiegen, die der Übernachtungen um 3,08 Prozent. Ende 2016 gab’s in der Gemeinde 3768 Betten. „Wir haben eine stetig steigende Auslastung“, berichtete Kausch. Derzeit liegt sie bei gut 50 Prozent.

Schifffahrt und TegernseeCard: eine „Erfolgsgeschichte“

Nun gilt es, die Gäste weiterhin ans Tal zu binden und neues Klientel zu gewinnen. Als „besondere Erfolgsgeschichte“ bezeichnete Kausch die neue Verknüpfung von TegernseeCard und Seenschifffahrt. Es seien bereits weit über 17.000 Fahrten über die Gästekarte abgewickelt worden. Und auch Veranstaltungen wie die Tulpenrallye (eine Wiederholung ist für 2018 oder 2019 geplant), die Genießerland-Woche, die Reihe „Sutten Natur pur“ oder auch die Adventsmärkte mit der zugehörigen Gästepauschale würden „Übernachtungen erzeugen“, sagte Kausch.

Jäger-Ski-WM kommt an den Tegernsee

Während die TTT mit der Tulpenrallye vor allem holländische Gäste akquirierte, wolle man mit der Adventspauschale „auf den norditalienischen Markt“ vorstoßen. Kausch nennt es eine „sanfte Internationalisierung“, bei der die Touristiker bemüht sind, auch die Gastgeber mit ins Boot zu holen. Die nämlich stehen dem ausländischen Gästeklientel – wie berichtet – teils skeptisch gegenüber. Als weitere neue Veranstaltung kündigte Kausch für Anfang 2019 die Jäger-Ski-WM an, die eigentlich im Montafon beheimatet ist, aber alle zwei Jahre ins Ausland vergeben wird.

Besonders wichtig für Bad Wiessee: Auch zum Thema Gesundheitstourismus legte die TTT ein „klares Bekenntnis“ (Kausch) ab. Auf Grundlage der Ergebnisse der so genannten Jungbrunnen-Studie zur Wirkung des Jodschwefelwassers würden künftig Pakete mit Anwendungen im Jodbad geschnürt, die für den Gast leicht und „ohne bürokratische Hürden“ buchbar seien, machte Kausch deutlich.

Vize-Bürgermeister: Freiflächen am See noch mehr bewerben

Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD) lobte die Arbeit der TTT („es ist Ruhe eingekehrt, man kümmert sich um die Produkte“), formulierte aber auch ein Anliegen: „Wir haben wunderschöne Freiflächen am See, rundrum können sich die Leute kostenlos und frei bewegen – damit würde ich noch mehr in die Werbung gehen“, meinte er. Und auch Florian Sareiter hatte etwas auf dem Herzen: „Speziell in Bad Wiessee haben wir große Baustellen mit viel Lärm und Dreck vor uns“, meinte der CSU-Gemeinderat und wollte wissen: „Wie kann uns die TTT da strategiemäßig unterstützen?“

Baustellen Matteo Thuns auch als Chance nutzen

Kausch will hier durchaus zweigleisig fahren. Zum einen, so entgegnete er, werde man die Mitarbeiter in den Tourist-Infos eigens schulen, wie sie mit Beschwerden über die Baustellen umgehen sollen. Zum anderen könne man sich die Baustellen aber auch marketingtechnisch zunutze machen. „Wenn ein Matteo Thun baut, ist das für manchen Gast vielleicht sogar ein Reiseanlass“, glaubt der TTT-Geschäftsführer.

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