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Präsentierten die neue Homepage der Aktiven Wiesseer: (v.l.) die Geschäftsleute Brigitte Möhwald, Gabriele Geismann, Bernhard Geismann, Corinna Georgi, Hansi Estner, Hartmuth Pavlakovich, Vorsitz ender Robert Kühn, Anton Baumgartner, Elisabeth Pavlakovich, Renate Zinser, Claudia Zill, Fritz Niedermeier und Fabian Pavlakovich.

Neues von der Werbeinitiative Aktive Wiesseer

Geschäftsleute legen nach

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Das digitale Marktplatzl Bad Wiessee ist bunter geworden. Der Gewerbeverband Aktive Wiesseer hat seiner Homepage eine Erneuerung verpasst. Dies ist aber nur ein Schritt in Richtung mehr Präsenz. Der Vorsitzende Robert Kühn hofft auf mehr Mitglieder – und neue Geschäfte.

Bad Wiessee– Das Internet-Portal www.marktplatz-bad wiessee.de gibt’s seit fünf Jahren. Im März 2014 lud Robert Kühn als Vorsitzender der Werbeinitiative Aktive Wiesseer Mitglieder und Gäste ein, um mit dem Start des Projekts Marktplatzl die Ankunft im digitalen Zeitalter zu würdigen. Jetzt gab’s wieder einen Pressetermin. Die Initiative hat ihrer Homepage einen kräftigen Relaunch verpasst. Dies soll auch dem Bemühen um mehr Präsenz neuen Schub verleihen. „Wir brauchen einen langen Atem“, weiß Kühn.

Rund 30 Mitglieder hat die Werbeinitiative heute. Das sind etwa ebenso viele wie 2014. Das Ziel, neue Mitglieder zu gewinnen, hat die Initiative nicht erreicht. Allerdings konnte der Unternehmerverbund auch nicht gerade aus dem Vollen schöpfen. „So viele Neueröffnungen gab’s ja nicht in Bad Wiessee“, erinnert Kühn.

Kühn, der ein Schuhgeschäft betreibt und sich politisch als SPD-Ortsvorsitzender engagiert, wünscht sich mehr Einkaufsmöglichkeiten am Ort. „Handel braucht Frequenz. Und an der Frequenz hängt’s in Bad Wiessee ein bisschen“, meint Kühn. Ziemlich geärgert hat er sich über die Aussage des Kur- und Verkehrsvereins, die Einkaufsmöglichkeiten in Bad Wiessee seien „gleich null“. Sie war Teil einer Stellungnahme, in der sich der Verkehrsverein über die Entscheidung des Gemeinderats empörte, die Kurtaxe von bislang 2 auf 3,30 Euro zu erhöhen. Nicht nur Kühn war vor den Kopf gestoßen. „Bei mir ist das Telefon heiß gelaufen“, berichtet er. Lauter Wiesseer Geschäftsleute, die sich missachtet sahen. Kühn wiederum wandte sich an Bernhard Kaiser, den Vorsitzenden des Verkehrsvereins: „Ich habe mich massiv beschwert.“

Die Entschuldigung kam prompt. Erst mit einem Schreiben an die Werbegemeinschaft, dann per Anzeige in unserer Zeitung. „Die Aussage war sehr unglücklich formuliert“, bekannte der Verkehrsverein in der Anzeige. Man schätze die Arbeit der Geschäftsleute im Ort sehr. Allerdings fehle in Bad Wiessee auch einiges. Ein Schreibwarengeschäft zum Beispiel, ein Spielzeugladen und natürlich ein Drogeriemarkt. „Das nächste Kinderschuh-Geschäft ist übrigens in Miesbach“, heißt es weiter.

Lücken, die auch Kühn gern gefüllt sehen möchte. Im Blick hat er vor allem das Grühn-Areal, auf dem das inzwischen geschlossene Hotel Ritter steht. Was auf dem Gelände entstehen soll, ist noch offen. Bereits im Herbst 2018 hatte Kühn gefordert, dass auf dem Areal neue Läden angesiedelt werden, etwa ein Vollsortimenter oder ein Drogeriemarkt. „Die Gemeinde kann da gemeinsam mit dem Investor etwas gestalten“, findet Kühn. Das Areal habe viel Potenzial und biete die einmalige Chance, den Ort zu entwickeln. Bad Wiessee habe ja auch ein Einzelhandelsgutachten erstellen lassen. „Aber leider hat man jetzt länger nichts mehr gehört“, so Kühn.

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Mit ihrer neu gestalteten Homepage wollen die Aktiven Wiesseer einen Beitrag dazu leisten, die Geschäftswelt im Ort zu stärken. Anders als bisher sind nicht nur die Mitglieder der Initiative aufgeführt, sondern alle Betriebe. „Wir wollen nach und nach den ganzen Ort abbilden“, erklärt Kühn. Per Mausklick kann der Nutzer nach Branchen sortieren und die Öffnungszeiten abrufen. Der Zuschnitte für mobile Endgeräte wurde verbessert, ebenso die Verzahnung mit der Facebook-Seite. „Ein wichtiger Schritt“, wie der Vorsitzende findet.

Insgesamt blickt er optimistisch in die Zukunft. Die Baustellen im Ort erfreuen ihn: „Endlich tut sich etwas. Darauf haben wir doch viele Jahre lang gewartet.“

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