Golfclub Tegernsee verklagt Golfplatz Tegernsee - Wiessee gegen Piesenkam
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Verklagt: Der neue Golfplatz in Piesenkam, der sich Golfplatz Tegernsee nennt.

Wer ist das Original?

Golfclub Tegernsee verklagt Golfplatz Tegernsee

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Irreführung und Markenrechtsverletzung: Der Golfclub in Bad Wiessee verklagt den neuen Golfplatz in Piesenkam. Der Streitpunkt: Wer hat nun den echten Golfplatz am Tegernsee?

Bad Wiessee/Waakirchen - Das ist starker Tobak, den sich da die Betreiber des frischgebackenen Golfplatzes zwischen Sachsenkam und Piesenkam vor Gericht anhören müssen. Wie die Abendzeitung München berichtet, hat der Wiesseer Golfclub den Neuen verklagt. Wegen Markenrechtsverletzung und Irreführung. 

Die Argumentation: Nur ein Golfclub und -platz liegt auch wirklich am Tegernsee. Nämlich der Wiesseer. Also dürfe sich der neue Golfclub seinen Platz zwischen Waakirchen-Piesenkam und Sachsenkam, der vor einem Jahr öffnete, nicht Golfplatz Tegernsee nennen. Irreführend sei das. Gäste des Wiesseer Golfclubs hätten sich bereits beschwert, weil sie am falschen Platz gelandet seien. 

Und vor allem aus Tal-Perspektive liegt der neue Platz ja schon quasi halb in München, aber sicher nicht mehr am Tegernsee - so könnte man den Wiesseer Ansatz verkürzt zusammenfassen. Der Golfclub Tegernsee in Bad Wiessee sieht darin sogar eine Markenrechtsverletzung.

Unsere Redaktion berichtete hauptsächlich über die lange Bauphase und die unzähligen Hürden, die die Bauherren zu überwinden hatten - bis hin zur ewigen Clubhaus-Suche. Dabei schrieben wir meist vom „Golfplatz Piesenkam“, weil er da ja liegt. Aber auf seiner Webseite fährt der neue Platz tatsächlich unter dem Namen „Golfplatz Tegernsee“

Und siehe da: Wenn man „Golfclub Tegernsee“ googelt, landet als Treffer die Seite des Piesenkamer Platzes klar an erster Stelle. Erst auf Platz zwei folgt der Wiesseer Club mit seinem Platzangebot.

Laut Abendzeitung hält das Landgericht das Argument Irreführung für nicht ganz abwegig. Die beiden Parteien befinden sich gerade in Vergleichsverhandlungen. Es wäre zum Beispiel eine Überlegung, die Lage der beiden Plätze schon bei der Google-Suche transparent darzustellen. Wenn die Verhandlungen fehlschlagen, könnte es allerdings noch spannend werden.

kmm

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