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Grühn-Areal in der Wiesseer Ortsmitte an Investor aus Irschenberg verkauft

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Von: Christina Jachert-Maier

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Das Hotel Ritter ist geschlossen.
Das Hotel Ritter ist geschlossen. © Thomas Plettenberg

Marcel Dittrich aus Irschenberg hat das Grühn-Areal in der Wiesseer Ortsmitte erworben. Dort steht jetzt noch das ehemalige Hotel Ritter. Noch ist offen, was dort geplant ist.

Bad Wiessee - Es geht um 7600 Quadratmeter in der Ortsmitte von Bad Wiessee. Dort stehen das ehemalige Hotel Ritter und diverse Nebengebäude sowie Ladengeschäfte. Geerbt haben es die drei Geschwister Grühn: Ursula, Monika und Hermann. Sie wollen schon lange verkaufen, doch intern gab's viele Diskussionen. Daran scheiterte ein Geschäft mit der Grünwalder Firma Euroboden. Sie erwarb 2018 Teile des Grundstücks und hätte gerne das gesamte Areal erworben. Doch dies gelang nicht, weshalb Euroboden 2019 entnervt aufgab. Der Vertrag wurde aufgelöst.

Marcel Dittrich aus Irschenberg hat Grundstück erworben

Doch nun hat ein neuer Investor den Zuschlag bekommen. Marcel Dittrich aus Irschenberg hat das Areal in der Ortsmitte erworben. Der Kaufvertrag wurde bereits am 9. Januar unterzeichnet. Zunächst sollte nichts an die Öffentlichkeit dringen. „Wir haben Stillschweigen vereinbart“, erklärt Rupert Vogel. Er ist ein Cousin der Geschwister und vertritt Monika und Hermann als Rechtsanwalt. Allen sei es wichtig, dass das Grundstück zum Wohle der Gemeinde Bad Wiessee entwickelt werde, versichert Vogel. Mit dem Käufer sei nun der Richtige gefunden: „Ich vertraue dem Investor.“

Bürgermeister Robert Kühn nach ersten Gesprächen optimistisch

Auch Bürgermeister Robert Kühn zeigt sich nach ersten Gesprächen hinsichtlich der Entwicklung der ortsprägenden Fläche zuversichtlich. Eine erste Sondersitzung hierzu hat schon stattgefunden. „Die Gespräche mit Herrn Dittrich waren von Beginn an von einer offenen und vertrauensvollen Atmosphäre geprägt“, berichtet Kühn. Bei Dittrich und der zugehörigen Familienstiftung handele es sich um einen Investor, dessen Ziel ausschließlich langfristige Investments seien. „Herr Dittrich ist damit kein klassischer Bauträger, bei denen vor allem die kurzfristige Gewinnmaximierung im Vordergrund steht“, erklärt Kühn. Dies biete beste Voraussetzungen für eine sehr gute weitere Zusammenarbeit mit der Gemeinde, um für den Ort die bestmögliche Gestaltung dieser ortsprägenden Fläche erreichen zu können.

Standort bietet sich für Gastronomie und Einzelhandel an

Was auf dem Grundstück vorstellbar ist, hatte der Gemeinderat schon 2018 diskutiert. Dabei ist nicht damit zu rechnen, dass das Hotel - es wurde wegen Brandschutzmängeln geschlossen - noch einmal eröffnet. Gewünscht ist aber eine vorwiegend touristische Nutzung. Der Standort würde sich für Gastronomie und Einzelhandel anbieten. Aktuell ist die Fremdenverkehrsnutzung des Areals festgeschrieben. Nicht zulassen will die Gemeinde den Bau von teuren Eigentumswohnungen.

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