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Da sollte eigentlich ein Holzfällermuseum rein, die CSU hält's allerdings für eine "Totgeburt": Hütte am Zeiselbach.

"Nur weil zwei Damen beschäftigt werden müssen"

CSU hält Holzfällermuseum für "Totgeburt"

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Bad Wiessee - Die Initiatoren hatten sich alles so schön ausgemalt am Zeiselbach. Doch sie haben nicht mit der Wiesseer CSU gerechnet. Die machte jetzt ihre Haltung überdeutlich.

Aus der alten Zeiselbach-Winterstube in Bad Wiessee soll ein Holzfällermuseum werden. Die Idee klingt reizvoll, in ihre Umsetzung wurde schon viel Energie gesteckt. Doch im Rahmen der Haushalts-Debatte im Wiesseer Gemeinderat bekam das Projekt jetzt unerwarteten Gegenwind: Die CSU-Fraktion hält das geplante Museum für eine „Totgeburt“ und fordert die Beendigung des Umbaus für diesen Zweck. Das Thema wird bei einer der nächsten Gemeinderatssitzungen nochmal auf den Tisch müssen. 

Dabei hatten es sich die Initiatoren von der Gemeinde schon so schön ausgemalt: Aus der wildromantisch gelegenen Holzhütte, die einst als Behausung für Waldarbeiter diente, sollte ein attraktives Ausflugsziel werden. Mit historischen Ausstellungsstücken für ein Holzfällermuseum. Wie berichtet, haben sich bisher Petra Wagner und Maria Huber, Ehefrau von Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD), um erste Umbauten gekümmert. Das passte gut, da die beiden Frauen, die zuvor bei der gemeindlichen Mittagsbetreuung tätig waren, ohnehin eine neue Aufgabe benötigten. 

Sareiter: "Projekt ist unnötig"

Doch in der Haushalts-Sitzung am Donnerstagabend, die wegen krankheitsbedingter Abwesenheit von Bürgermeister Peter Höß ausgerechnet dessen Stellvertreter Huber leitete, erklärte Kurt Sareiter (CSU), dass seine Fraktion das Projekt für unnötig halte. Sareiter führte an, dass viele andere wichtige Investitionen anstünden und die Entnahme aus den Rücklagen mit rund zwei Millionen Euro ohnehin sehr hoch sei. Für den Umbau der Winterstube in ein Museum wären immerhin rund 56.000 Euro im Haushalt 2016 eingeplant. 

Sareiters Fraktionskollegin Ingrid Versen wurde noch deutlicher: Sie ärgerte sich darüber, dass das Projekt Holzfällermuseum komplett am Gemeinderat vorbeigegangen sei. „Mit Demokratie“, zürnte sie, „hat das nichts zu tun“. Das Museum im Wald werde lediglich gebaut, „weil zwei Damen von der Gemeinde beschäftigt werden müssen“, sagte Versen. Huber bemühte sich um Sachlichkeit: Es bestehe wohl noch Diskussionsbedarf, meinte er nur.

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