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Das markante Gebäude am Lindenplatz, in dem früher das Hotel Haus Ursula untergebracht war, wird es bald nicht mehr geben. Es wird durch ein neues Wohn- und Geschäftshaus ersetzt.

Wieder Großbaustelle am Lindenplatz

Haus Ursula: Abbruch soll noch im Sommer beginnen

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Das alte Haus Ursula in Bad Wiessee ist bald Vergangenheit. Der Eigentümer hat angekündigt, noch im Sommer mit dem Abbruch beginnen zu wollen. Also wieder eine Großbaustelle für die leidgeprüften Wiesseer.

Bad Wiessee – Seit die letzten Mieter ausgezogen sind, bietet das Haus Ursula im Wiesseer Ortszentrum einen tristen Anblick. Doch lange wird es ohnehin nicht mehr dauern, bis das Gebäude dem Erdboden gleich gemacht wird: Der Eigentümer, die Firma Bavaria Wohnbaupartner aus Ottobrunn, hat angekündigt, noch im Sommer mit dem Abbruch beginnen zu wollen. „Wir sind guter Dinge, dass wir in den nächsten zwei Monaten damit starten können“, erklärt Managing Partner Torsten Graf auf Nachfrage.

Bekanntlich will das Unternehmen das alte Gebäude am Lindenplatz, in dem früher ein Hotel Garni und bis vor Kurzem auch Geschäfte und das Restaurant Zum Mundschenk ansässig waren, durch ein neues Wohn- und Geschäftshaus ersetzen. Die ersten Entwürfe gefielen der Gemeinde nicht, nun aber ist die Planung nach mehreren Überarbeitungen in trockenen Tüchern.

In der jüngsten Sitzung hat der Wiesseer Gemeinderat einstimmig den Bebauungsplan als Satzung beschlossen. Der Plan war einen Monat lang im Rathaus ausgelegen, „seitens der Öffentlichkeit sind aber keine Stellungnahmen eingegangen“, teilte Bauamtsleiter Helmut Köckeis mit. Auch von den Behörden und Trägern öffentlicher Belange gab’s keine entscheidenden Einwände. Zudem habe – wie bei der Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich – ein Biologe das Gebäude begutachtet, um festzustellen, ob hier seltene Vögel brüten oder gar Fledermäuse leben. Das Ergebnis: negativ. Somit steht einem Abbruch nichts mehr im Wege.

Schon in den nächsten Tagen will die Bavaria Wohnbaupartner den Bauantrag im Rathaus einreichen. Der Abbruch des alten Hauses Ursula werde „relativ zügig“ vonstatten gehen, glaubt Graf. Er rechnet mit etwa zwei Wochen und verspricht: „Wir werden versuchen, das so schnell und reibungslos wie möglich durchzuziehen.“ Ähnliche Beeinträchtigungen wie bei der Baustelle am benachbarten Lindenplatz seien nicht zu erwarten, meint Graf. Die Baumaschinen und Lkw könnten schließlich direkt auf dem eigenen Parkplatz vor dem Gebäude abgestellt werden.

Mit dem Abbruch noch bis zum Herbst zu warten, ist für den Bauträger angesichts der vielen Verzögerungen in der Planungsphase keine Option: „Wir wollten ja eigentlich längst begonnen haben“, sagt Graf.

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