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Anwohner-Initiative meldet sich zu Wort

Heizwerk-Gegner fordern Projekt-Stopp 

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Mit der Schaffung eines Nahwärmenetzes befasst sich der Wiesseer Gemeinderat am Donnerstag. Unterdessen machen Anwohner klar, was sie sich wünschen: den Stopp der Planung. 

Bad Wiessee– Noch bevor sich der Wiesseer Gemeinderat am  Donnerstag erneut mit dem Thema Heizkraftwerk im Kurviertel befasst, meldet sich Hans-Gerd Lau als Sprecher der Interessengemeinschaft gegen das Projekt zu Wort. „Die sinnvollste Lösung wäre für uns die komplette Einstellung des Projekts“, erklärt er.

Die Gemeinde verfolgt schon seit einigen Jahren die Idee, ein klimafreundliches Nahwärmenetz im Kurviertel zu schaffen. Herzstück wäre ein Hackschnitzel-Heizwerk. Als Standort ist ein Grundstück am Bade Park ins Auge gefasst. Gegen diese Pläne laufen einige Anwohner Sturm und haben eine Interessengemeinschaft gebildet.

Inzwischen liegen die Ergebnisse einer europaweiten Ausschreibung vor. Über den Sachstand wird der amtierende Bürgermeister Robert Huber (SPD) heute Abend informieren. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus.

Bereits Ende Januar hatte Huber deutlich gemacht, dass in Sachen Heizwerk noch alles offen ist. Trotz der Ausschreibung gebe es keinen Automatismus, das Projekt auch umzusetzen. Auch der Standort am Bade Park sei noch nicht endgültig gesetzt, meinte Huber. Dabei dürfte es eine Rolle spielen, dass die Gemeinde den Bade Park von Grund auf sanieren oder sogar abreißen will.

Entscheidend für die Realisierung des Heizkraftwerks dürfte sein, ob die Investoren der Großprojekte am Seeufer und auf dem ehemaligen Jodbadgelände bereit sind, ihren Energiebedarf über das Netz zu decken. Lau glaubt allerdings, dass sich wegen der hohen Kosten nicht genügend Abnehmer finden: „Wir sind überzeugt, dass sich das Projekt aus wirtschaftlichen Gründen nicht rechnet.“

Auf jeden Fall, so Lau, müsste der Standort des Kraftwerks überprüft werden. Seine Forderung: Die Gemeinde möge die Interessengemeinschaft an der Standortuntersuchung beteiligen. „Das ist bisher leider nicht geschehen.“  

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