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Der Entwurf des Nahwärmenetzes.

Nahwärmenetz in Bad Wiessee 

Heizwerk-Standort beim Badepark weckt Befürchtungen

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Ein Hackschnitzel-Heizwerk am Badepark: Diese Vorstellung macht vielen Anwohnern Angst. Bei einem Info-Abend versuchte ATTEK, die Bedenken auszuräumen.

Bad Wiessee – Für den Start des Wiesseer Nahwärmenetzes hat Karl Schönbauer als Sprecher des Arbeitskreises Tegernseer Tal Energie und Klimaschutz (ATTEK) noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Beim gut besuchten Info-Abend im Hotel Alpenhof zeigte sich: Viele Anwohner des geplanten Hackschnitzelheizwerks am Badepark fürchten eine Belastung durch den Zulieferverkehr.

„Es ist ein Lkw am Tag“, hält Schönbauer dagegen. Aus seiner Sicht stellt die Anlieferung des Brennmaterials keine Belastung dar. Zumal die Hackschnitzel nicht oberirdisch, sondern in einem Erdbunker gelagert werden.

Der Standort am Badepark ist eine Empfehlung der Miesbacher Firma EST, die im Auftrag der Gemeinde eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Nahwärmenetzes erstellt hat (wir berichteten). Zum Info-Abend von ATTEK waren auch EST-Chef Michael Brünner und Sebastian Henghuber als Vertreter des Unternehmens MW Biomasse AG gekommen.

Aktuell erkundet ATTEK, ob es genügend Interessenten gibt, die ans Nahwärmenetz im Kurviertel anschließen möchten. Dazu läuft eine Fragebogenaktion. Derzeit gibt es in dem Bereich 95 Anwesen, die andocken könnten. Wenn die Nachfrage so groß ist, dass sich das Sechs-Millionen-Euro-Projekt wirtschaftlich realisieren lässt, wird eine Ausschreibung vorbereitet. Mit deren Start dürfte sich der Gemeinderat laut Schönbauer in den nächsten Monaten befassen.

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