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Gegenüber vom Hotel Rex soll das neue Geschäftshaus entstehen.

Gegenüber Hotel Rex

Hoffnungen für Neubau in Wiessee: Vielleicht eine Drogerie?

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Zehn Wohneinheiten, Geschäftsräume und eine Tiefgarage – ein solcher Bauantrag für ein Grundstück an der Wallbergstraße lag jüngst dem Wiesseer Bau- und Umweltausschuss vor.

Bad Wiessee– Bereits in der Juli-Sitzung hatte der Bauwerber seine Pläne vorgestellt – jetzt erteilte das Gremium sein Einvernehmen. Konkret geht es um die Fläche gegenüber dem Hotel Rex, die sich inzwischen im Besitz der Gemeinde hätte befinden können. Als das Grundstück auf dem Markt war, hatte der Gemeinderat jedoch aus finanziellen Gründen Abstand vom Kauf genommen. Entstehen soll nun ein dreigeschossiges Wohn- und Geschäftsgebäude mit Tiefgarage. Dem Flächennutzungsplan für das Gebiet entsprechend, ist im Erdgeschoss eine Verkaufsfläche von 360 Quadratmeter mit Nebenräumen vorgesehen. Das erste und das zweite Obergeschoss beherbergen je vier Wohneinheiten, im Dachgeschoss sollen zwei weitere unterkommen. 26 der erforderlichen 40 Stellplätze sind in der Tiefgarage ausgewiesen, der Rest ebenerdig auf dem Grundstück.

Wie der Wiesseer Bauamtsleiter Helmut Köckeis in der Sitzung berichtete, seien – laut Bauwerber – für die Geschäftsräume bislang noch keine Verträge geschlossen. Denkbar wären etwa ein kleiner Lebensmittelladen oder ein Drogeriemarkt. Klaudia Martini (SPD) regte an, das Einzelhandelsgutachten, das derzeit für ganz Wiessee erstellt wird (wir berichteten), abzuwarten. Zudem schlug sie vor, die Fremdenverkehrssatzung auf das betroffene Gebiet auszuweiten. Damit bliebe das Eigentum im ganzen Haus – ein Verkauf einzelner Wohnungen wäre dann nur mit entsprechender Genehmigung möglich. Eine Möglichkeit, den im Tegernseer Tal viel zitierten Ausverkauf zu verhindern. Aber: „Dann landen wir vor Gericht“, prophezeite Köckeis.

Auch Florian Sareiter, der das Grundstück „gerne in den Büchern der Gemeinde gehabt hätte“, konnte sich mit dieser Idee nicht anfreunden. Die Baumasse sei hier zugegebenermaßen groß, die Alternative sei aber der Klageweg. „Der Bauwerber hat sich an die Absprechen gehalten“, betonte der CSU-Gemeinderat. „Jetzt wieder bei null anzufangen, das ist kein faires Geschäftsgebaren.“ So sahen das wohl auch die übrigen Ausschuss-Mitglieder, die dem Antrag einstimmig grünes Licht erteilten.

hb

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