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CSU nominiert Landratskandidaten

Der 100-Prozent-Olaf und sein Landkreis-Team

Die Nomierung war zu erwarten, das Ergebnis nicht unbedingt. Mit 100 Prozent der Stimmen hat die Kreis-CSU Olaf von Löwis als Landratskandidaten nominiert.

Rhythmisches Klatschen, Standing Ovations, „Olaf“-Schlachtgesänge. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses von Olaf von Löwis gibt sich die Kreis-CSU kraftstrotzend. 144 von 144 abgegebenen Stimmen hat der Holzkirchner bekommen. Er ist somit offiziell Landratskandidat der CSU. Löwis ist sichtlich gerührt, wischt ein paar Tränen aus den Augen. 

Somit ist der Startschuss zur Rückeroberung des Landratsamts offiziell gefallen. Nach der Schmach 2014, als die CSU im Nachgang der Sponsoringaffäre um Jakob Kreidl den Chefsessel im Landratsamt für Wolfgang Rzehak (Grüne) räumen musste, gibt sich die Partei heute kraftstrotzend. Aus Sicht der CSU hat in den vergangenen fünf Jahren ohnehin nur einer wirklich Kreispolitik gemacht – die CSU selbst. Gut, ein bisschen mit Hilfe der Freien Wähler, was Löwis nicht verschweigt. Ansonsten listen der Kandidat und der Kreisvorsitzende Alexander Radwan auf, was ihrer Auffassung nach auf Anstoß der CSU passiert ist: Öko-Modellregion, Forcieren des MVV-Beitritts, Nahverkehrskonzept. Diese Dinge seien im Kreis der Bürgermeister entwickelt worden, sagt Radwan. „Das ist uns so gut gelungen, dass Rzehak denkt, das waren seine Ideen“, stichelte der Kreisvorsitzende.

 In seiner eigenen Vorstellung stellte sich Löwis als „Mann der Tat“ dar: „Ich will Themen aktiv angehen, Aufgaben erledigen und Probleme lösen.“ Abzuwarten und Dinge auf die lange Bank zu schieben sei nicht sein Ding. Zumal er nicht auf eine Wiederwahl schielen müsse. Mit seinen 65 Jahren bleibt im Falle einer Wahl nur eine Amtszeit. Ferner sei er „ziemlich kommunikativ“, habe gern mit Menschen zu tun. Das Themenfeld, das an diesem Abend zur Sprache kommt, ist reichlich grün geprägt. Viel ist von Nachhaltigkeit die Rede, von Mobilitäts- und Nahverkehrskonzept. Und als Holzkirchner Bürgermeister kann Löwis mit der Geothermie punkten. „Wir haben bewiesen: Eine Kommune kann auch Unternehmer.“ Radwan hatte mit Blick auf den grünen Landrat zuvor gesagt: „Wir brauchen niemanden, der uns Ökologie erklärt.“ Kurz nannte Löwis noch weitere Schwerpunkte wie Landwirtschaft, Heimat bewahren und bezahlbaren Wohnraum, ehe er schloss: „Ich sehe eine unheimliche Aufbruchstimmung in der CSU. Das macht mich sehr optimistisch, dass wir den Landrat und eine starke Kreistags-Fraktion stellen.“ 

Liegt der Frauenpower seiner Partei zu Füßen: Olaf von Löwis

Neben Löwis hat die CSU ihre Liste für den Kreistag nominiert. Bewusst ausgewogen hinsichtlich Alter, Geschlecht, Erfahrung und Berufen habe der Vorstand sie zusammengestellt. Während insgesamt nur 19 der 60 Plätze mit Frauen besetzt sind, wechseln sich die Geschlechter auf den ersten zehn Plätzen ab – mit Johanna Wunderle gleich hinter Löwis. Die Schlierseerin tritt in ihrer Heimat nicht mehr an und betrachtet ein etwaiges Kreistagsmandat als sanften Ausklang ihrer jahrzehntelangen politischen Karriere. „Ich habe alle Höhen und Tiefen miterlebt“, sagt sie. Bis Platz 30 folgen unter anderem alle amtierenden Bürgermeister und Bürgermeisterkandidaten. Wie es aussieht, kommt Anton Huber, der auf Platz 14 steht, für eine Bürgermeisterkandidatur in Valley in Frage, was bisher nicht kommuniziert war. Ganz am Ende stehen drei kommunalpolitische Urgesteine: Gmunds Ex-Bürgermeister Georg von Preysing sowie die scheidenden Rathaus-Chefs Josef Lechner (Fischbachau) und Jakob Eglseder (Otterfing). „Sie werden das Feld von hinten aufrollen“, sagte Radwan. Aktuell ist die CSU mit 21 Mandatsträgern im Kreistag (60 Sitze) vertreten. Die Partei scheint gerüstet für den Wahlkampf. 

100 Prozent für den Landratskandidaten: „Ein Signal der Geschlossenheit“, sagte auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die die Wahl leitete. Auch die Liste ging unverändert durch. Radwan: „Wenn einer die CSU schlagen kann, dann nur die CSU selbst.“

Lesen Sie auch: Kommunalwahl 2020 im Landkreis Miesbach - alle Namen für Landratswahl und Bürgermeisterwahlen im Überblick

Die Kreistagsliste der CSU: 1. Olaf von Löwis, 2. Johanna Wunderle, 3. Alexander Radwan, 4. Maria Dießl, 5. Josef Bierschneider, 6. Martina Ettstaller, 7. Georg Kittenrainer, 8. Elisabeth Leidgschwendner, 9. Gerhard Braunmiller, 10. Verena Heiler-Loth, 11. Florian Sareiter, 12. Franz Schnitzenbaumer, 13. Johannes Hagn, 14. Anton Huber, 15. Markus Liebl, 16. Christian Köck, 17. Maximilian Greinwald, 18. Verena Assum, 19. Leonhard Wöhr, 20. Josef Obermaier, 21. Leonhard Obermüller, 22. Klaus Meixner, 23. Robert Schüßlbauer, 24. Johannes Loth, 25. Johann Hacklinger, 26. Anastasia Stadler, 27. Christoph Schmid, 28. Stephanie von Luttitz, 29. Thomas Klotz, 30. Sebastian Franz, 31. Martina Eck, 32. Florian Zeindl, 33. Martina Schweighofer, 34. Josef Schaftari, 35. Brigitta Regauer, 36. Alexandra Wurmser, 37. Gabriele Dorby, 38. Franz Huber, 39. Elisabeth Hartwig, 40. Alois Fuchs, 41. Barbara Walter, 42. Christine Schiffner, 43. Elfie von Khreninger, 44. Andreas Feichtner, 45. Robert Englmann, 46. Thomas Niggl, 47. Christian Bock, 48. Hubert Lacrouts, 49. Christian Mittermaier, 50. Stephanie Stiller, 51. Alfred Finger, 52. Anton Stetter, 53. Bernhard Heidl, 54. Toni Engelhard, 55. Michael Gartmaier, 56. Christian John, 57. Sybille von Löwis, 58. Jakob Eglseder, 59. Josef Lechner, 60. Georg von Preysing.

Die Listenkandidaten und ihr Anführer.

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