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Das gesamte Areal ist neu zu überplanen. 

Planung kommt nicht voran

Hotel am Seeufer: Aufs Zickzack folgt ein Fragezeichen

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Das Hotel Lederer, das Haus des Gastes, das Hotel Wittelsbach: Sie alle sollen weichen, um eine neue Luxusherberge zu schaffen, die Bad Wiessee in den touristischen Himmel hebt. Aber wie soll sie aussehen? 

Bad WiesseeErst war es ein wuchtiges Hufeisen, ein Jahr später ein luftigeres Zickzack. Zweimal hat Athos, das Büro von Investor Thomas Strüngmann, einen Entwurf für das neue Luxushotel an der Wiesseer Seepromenade vorgelegt. Im Juni 2016 präsentierte Athos ein 220-Zimmer-Haus in Hufeisenform, 2017 ein deutlich kleineres Zickzack-Gebäude mit 120 bis 140 Zimmern. Letzterem stimmte der Wiesseer Gemeinderat im Juli 2017 auch zu.

Umgesetzt wird es so nicht. Wie berichtet, ist Strüngmann von dem Entwurf selbst nicht ganz überzeugt. Im April erklärte Andreas Göbel, Sprecher von Athos, die Pläne würden noch einmal überarbeitet. Verschiedene Architekten hätten Skizzen eingereicht. Rundum begeistert hat bisher offenbar keine. „Der finale Entwurf steht noch nicht“, erklärt Göbel jetzt. Die Planung schreite aber gut voran, werde im engen Austausch mit der Gemeinde Bad Wiessee besprochen und im Detail fortentwickelt.

„Das dauert“, meint Göbel. Schließlich wolle es sich Athos nicht leicht machen, sondern das bestmögliche Ergebnis erreichen. „Eben ein richtig schönes, sehr gut in die Lage und zur Gemeinde passendes Gebäude.“ Einen Zeitplan für die Präsentation des fertig entwickelten Projekts habe sich Athos nicht gesetzt. Man wolle keinen unnötigen Zeitdruck aufbauen.

Dabei geht es nicht nur um das Hotel selbst, sondern auch um die „flankierende Bebauung“. Das Areal ist riesig: Insgesamt sind 30 000 Quadratmeter Fläche in Bestlage neu zu entwickeln. Die zuletzt vorgestellte Planung sah fünf Wohn- und Geschäftshäuser vor. Wie viele Läden und Wohnungen es am Ende werden, ist derzeit völlig offen. Bei der Planung sollte ein Einzelhandelsgutachten der Gemeinde helfen. Es liegt vor, wie Bürgermeister Peter Höß erklärt. Das Ergebnis hat der Gemeinderat bisher nur hinter verschlossenen Türen besprochen. Denn noch ist offen, welche Schlüsse die Gemeinde aus den Empfehlungen der Gutachter zieht. Dabei geht es nicht nur um die Planung von Läden nahe der Seepromenade, sondern vor allem um die Entwicklung des Ortskerns.

Bekannt ist zum Beispiel, dass die Eigentümer des Hotels Ritter an einen Verkauf ihres Eigentums denken. Über die künftige Nutzung an dieser Stelle müsse sich die Gemeinde Gedanken machen, erklärt Höß. Dabei spiele vor allem auch das Thema Verkehr eine große Rolle.

Dass die Strüngmannsche Planung am Seeufer nicht so zügig vorankommt wie angekündigt, stört Höß nicht. Schließlich gibt es in dem Bereich bereits zwei Großbaustellen: SME will nach dem Abbruch des Jodbads ein Aktivitätshotel mit Medizinzentrum hochziehen, gegenüber errichtet die Gemeinde ihr Badehaus für die Verabreichung des heilsamen Jodschwefelwassers.

Neue Entwürfe von Athos habe er bislang noch nicht gesehen, erklärt Höß. Auch in nicht öffentlicher Sitzung habe es keine neuen Präsentationen gegeben.

Festhalten will Athos an dem Plan, im Herbst mit dem Abriss der Gebäude zu beginnen. In welcher Reihenfolge das Hotel Lederer, das Haus des Gastes und das Hotel Wittelsbach fallen, ist Göbel zufolge noch offen. „Vermutlich aber aus technischem Gründen nacheinander.“ Auf dem Lederer-Gelände wohnt allerdings noch Ex-Eigentümer Josef Lederer mit seinen vier Ponys. Er hat lange gegen den Abriss gekämpft. Jetzt berichtet Göbel, es gebe „regelmäßige, gute Gespräche mit Herrn Lederer bezüglich des Auszugs“. Aber auch hier gelte: „Ein Termin steht noch nicht fest.“

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