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Dem Erdboden gleich gemacht wurden das Hotel Wittelsbach und das einstige Haus des Gastes in Bad Wiessee. 

Gemeinderat befasst sich am Donnerstag erneut mit geplantem Hotel

Strüngmann-Projekt in Bad Wiessee kommt gut voran

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Das Strüngmann-Projekt in Bad Wiessee ist auf einem guten Weg. Die Abbrucharbeiten am Seeufer laufen planmäßig, parallel dazu treiben die Architekten die Planungen fürs Luxushotel voran.

Bad Wiessee – Im November wurde das einstige Haus des Gastes in Bad Wiessee dem Erdboden gleich gemacht, kurz darauf ereilte das Hotel Wittelsbach das gleiche Schicksal. Beide Gebäude mussten Platz machen für das von Unternehmer Thomas Strüngmann geplante Hotelprojekt am Wiesseer Seeufer. Inzwischen wurden die Keller mit Schutt verfüllt, so dass man nun eine ebene Fläche habe, berichtet Stephan Heller, Sprecher von Strüngmanns Firma Athos. „Bisher sind keine Probleme beim Rückbau und den vorbereitenden Maßnahmen aufgetreten“, erklärt der Sprecher. Im Gegenteil: Was den Abbruch betreffe, sei man gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan sogar um einen Monat voraus.

Auf dem Gelände soll im Februar noch einmal die Montgolfiade stattfinden

Der reibungslose Ablauf kommt nicht nur dem Bauherrn entgegen, sondern auch der Tegernseer Tal Tourismus GmbH. Bekanntlich soll auf dem Areal Anfang Februar noch einmal die Montgolfiade – das große Treffen der Heißluftballoner – über die Bühne gehen.

Lesen Sie hier: Er kämpfte für sein Geisterhotel, bis ihn die Kräfte verließen - Josef Lederer ist tot

Dabei ist das Ende des Abrisses noch gar nicht erreicht. Die beiden verbliebenen Nebengebäude des früheren Hotels Lederer sollen laut Heller „möglichst noch bis März“ verschwunden sein. Unklar ist, was mit dem Hotel am Kureck geschieht. Wie berichtet, hat Strüngmann im August auch dieses Gebäude mitsamt seinem Café erworben, um auf der Fläche Personalwohnungen zu schaffen. Ob diese Wohnungen im bestehenden Gebäude untergebracht werden können oder ob auch dem Kureck der Abriss droht, steht aktuell noch nicht fest. „Wir sind noch in der Prüfung“, sagt Heller.

Unterdessen arbeiten die Architekten mit Hochdruck an den Planungen für die neue Vorzeige-Herberge Bad Wiessees. Nachdem Athos zunächst zahlreiche Entwürfe für ein Hotel über Bord geworfen hatte, war im August vergangenen Jahres endlich der Durchbruch gelungen: Ein Planungsbüro aus Mexiko lieferte den Entwurf für eine kleinteilige Hotelanlage mit mehreren Suitenhäusern, die sich entlang des Seeufers aufreihen. Hinzu kommen im Süden fünf zusätzliche Gebäude, in denen teils Mietwohnungen untergebracht werden. Im November brachte der Gemeinderat das Bebauungsplan-Verfahren auf den Weg. Die Entwürfe lagen anschließend erstmals öffentlich aus – Behörden, Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeit konnten sich zu Wort melden.

Firma Athos rechnet mit Baubeginn im vierten Quartal 2020

Die eingegangenen Stellungnahmen und Einwände bezeichnet Anton Bammer, neuer Bauamtsleiter von Bad Wiessee, auf Nachfrage als „relativ harmlos“. Das Projekt stehe auf guten Füßen, das Genehmigungsverfahren komme bisher gut voran. In seiner Sitzung am Donnerstag, 16. Januar, wird sich der Gemeinderat mit den Stellungnahmen beschäftigen und einen erneuten Auslegungsbeschluss fassen. Sitzungsbeginn ist um 18 Uhr.

Athos selbst geht davon aus, dass in der März-Sitzung des Gremiums der endgültige Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan fällt. „Dann könnte wie geplant im vierten Quartal 2020 mit der Baugrube begonnen werden“, sagt Heller und betont: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Auch dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Gemeinde und all unseren Nachbarn.“

gab

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