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SME-Manager Florian Kamelger (l., sitzend) hatte auf der Bürgerversammlung im Wiesseer Postsaal einiges zu erklären.

Wiesseer wollen's wissen

Neues Hotel: Bürgerfragen bringen Investor ins Schwitzen

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Bad Wiessee - Bei der Bürgerversammlung am Montagabend stand der neue Hotel-Investor für das Jodbadareal den Bürgern Rede und Antwort. Und die brachten ihn ganz schön ins Schwitzen.

Auch wenn die Zukunft der Spielarena ein bestimmendes Thema war. Nebenbei ging’s dann doch noch um das Hotel selbst. Florian Kamelger, Chef der Sport Medicine Excellence Group (SME), war persönlich angereist, um seine Pläne zum neuen Hotel an der Adrian-Stoop-Straße den Bürgern vorzustellen. Hier das ausführliche Konzept. Dabei betont er sein Bekenntnis zur Wandelhalle: Schon als er den Bau zum ersten Mal betreten habe, habe die Halle „eine unglaubliche Kraft auf mich ausgewirkt“. Das Restaurant dort könne nur eine tolle Adresse werden, vor allem für die Wiesseer selbst. 

„Wo essen die Patienten?“, will daraufhin die Wiesseer Physiotherapeutin Sabine Pelzer wissen. Die erste von einigen Fragen, die den Südtiroler stutzen lassen. „Wir sprechen nicht gern von Patienten. Wir sind auch keine Klinik“, stellt der mit ernstem Ton klar. Das klinge freilich nicht einfach, da es sich bei den frisch Operierten streng genommen schon um Patienten handele. Aber: „Bis auf einen etwas humpelnden Gang werden Sie da keinen Unterschied bemerken.“ 

Ein anderer Frager wollte wissen, wie viele Physiotherapie-Luxus-Hotels SME bereits führt. Auch die Antwort überraschte: keins, auch wenn das Unternehmen früher schon welche geführt habe, arbeitet SME tatsächlich gerade lediglich an drei Konzepten der Schweiz und in Deutschland - inklusive Bad Wiessee. 

Bleibt die Steuerfrage. Tatsächlich hat bisher keine Klinik in Wiessee Gewerbesteuer bezahlt, muss Höß auf eine Nachfrage aus dem Publikum einräumen. Nun will ja SME auch keine Klinik bauen - oder doch? Zumindest steuerlich? Kamelger selbst wirkt ertappt: „Da erwischen Sie mich auf dem falschen Fuß. Dafür haben wir Steueranwälte.“ Aber: Wenn das Hotel mal stehe, werde SME seinen Deutschlandsitz auf jeden Fall nach Wiessee verlegen. „Das verspreche ich Ihnen."

Bürgermeister Peter Höß leistet derweil gleich mal Vorarbeit, was den zu erwartenden Baulärm bei so vielen Projekten in den kommenden Jahren angeht - mit einem fast historisch anmutenden Satz: "Lange ist wenig passiert in Bad Wiessee. Jetzt schaut es so aus, als ob alles auf einmal kommt. Das ist gut so."

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