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Promi-Projekt am Tegernsee: Pläne für Til-Schweiger-Hotel lösen Skepsis aus - „Einige Fragezeichen“

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Vorest nicht überplant: Hier soll das „Barefoot-Hotel“ hin, doch der Planer hat den Antrag zurückgezogen, bevor der Gemeinderat ihn behandeln konnte.
Vorest nicht überplant: Hier soll das „Barefoot-Hotel“ hin, doch der Planer hat den Antrag zurückgezogen, bevor der Gemeinderat ihn behandeln konnte. © Andreas Leder

Til Schweiger muss sich ein wenig gedulden. Sein Hotel-Projekt am Tegernsee wird sich anders gestalten als ursprünglich geplant.

Bad Wiessee – 105 Zimmer und Suiten, ein 880 Quadratmeter großer Spa- und Fitness-Bereich, Dachterrasse mit Restaurant und Bar, Panoramablick inklusive, ein Café und eine Pizzeria: So sahen die Pläne für das „Barefoot-Hotel“ aus, das Schauspieler Til Schweiger in Bad Wiessee bauen möchte. Entstehen soll das vierstöckige Gebäude auf einem 7000 Quadratmeter großen Grundstück an der Hirschbergstraße, auf dem bis Anfang der 1970er-Jahre ein Kinderkrankenhaus stand.

Nach dem Abriss lag das Areal brach. Einige Projekte zur baulichen Gestaltung hatten sich in den vergangenen Jahren immer wieder zerschlagen. Nun sollte der Gemeinderat über das Vorhaben befinden. Die Behandlung des Bauantrages stand auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gremiums. „Der Planer hat den Antrag relativ flott eingereicht“, sagt Anton Bammer, Chef der Wiesseer Bauverwaltung. Doch so rasch die Pläne vorgelegt wurden, so rasch verschwand der Tagesordnungspunkt wieder. Der Planer hatte den Antrag kurzfristig wieder zurückgezogen.

Til Schweiger plant Hotel in Bad Wiessee: „Einige Unklarheiten und Fragezeichen“

Die Pläne waren vorab im Ratsinformationssystem einsehbar gewesen und hatten offenbar unverzüglich skeptische Stimmen mehrerer Gemeinderäte laut werden lassen. „Es gab einige Unklarheiten und Fragezeichen“, sagt Bammer.

Im Rahmen der Prüfung habe sich gezeigt, dass in einigen Punkten noch Klärungsbedarf bestehe. So sei die Gebäudehöhe, die dem Antragsteller vorschwebt, problematisch – speziell im Hinblick auf die Nachbargebäude. Es wären für eine Bewilligung des Vorhabens relativ viele Befreiungen von den örtlichen Bauvorschriften vonnöten gewesen. „Vermutlich wäre der Antrag in dieser Form vom Gemeinderat abgelehnt worden“, meint Bammer. Deshalb seien die Bedenken bereits vorab kommuniziert worden.

Promi-Hotel am Tegernsee: Pläne müssen neu eingereicht werden

Nun werden die Pläne wohl unter Berücksichtigung der kritischen Punkte nochmals überarbeitet und dann erneut eingereicht. Womöglich kommen sie im September zur erneuten Behandlung in den Gemeinderat.

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