Noch sind keine Arbeiten erkennbar an der Wandelhalle in Bad Wiessee. Doch zumindest hat SME mittlerweile einen Architekten beauftragt.
+
Noch sind keine Arbeiten erkennbar an der Wandelhalle in Bad Wiessee. Doch zumindest hat SME mittlerweile einen Architekten beauftragt.

SME hat Architekten beauftragt

In Causa Wandelhalle kommt Bewegung

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
    schließen

In die Causa Wandelhalle kommt Bewegung: Die Firma SME hat einen Achitekten beauftragt, um endlich der Sicherung des denkmalgeschützten Gebäudes nachzukommen.

Bad Wiessee – Ankündigungen gab es schon einige, umgesetzt wurde nur wenig: Die Firma SME (Sports Medicine Excellence Group) hat sich bisher kein Bein ausgerissen, um die historische Wandelhalle auf dem einstigen Jodbad-Gelände vor dem Verfall zu schützen. Nach einem Ortstermin hatte die Untere Denkmalschutzbehörde nun eine Sieben-Tage-Frist gesetzt, innerhalb derer die dringend erforderlichen Sicherungsmaßnahmen vom Eigentümer beauftragt werden müssen.

Das hat offenbar Wirkung gezeigt: Wie das Landratsamt auf Nachfrage mitteilte, wurde die Frist eingehalten. Ein vom Eigentümer beauftragter, denkmalerfahrener Architekt aus München habe mit der Unteren Denkmalschutzbehörde Kontakt aufgenommen, nachdem er die Wandelhalle begutachtet habe, berichtet Sprecherin Sophie Stadler. Bekanntlich geht es in erster Linie darum, das denkmalgeschützte Gebäude vor dem Eindringen von Niederschlagswasser zu bewahren.

Den Worten müssen nun auch Taten folgen. „Die Notsicherungsmaßnahmen sollen nunmehr sehr zeitnah durchgeführt werden“, erklärt Stadler. In der kommenden Woche werde sich die Behörde erneut zu einem Ortstermin einfinden, „um sich vom Fortschritt zu überzeugen“. Zusätzlich werde das Landratsamt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege einbinden, heißt es. Sollten die Maßnahmen nicht wie angekündigt umgesetzt werden, behalte sich die Untere Denkmalschutzbehörde weiterhin vor, diese per Ersatzvornahme auf Kosten des Eigentümers durchzuführen.

Neubebauung des Jodbad-Geländes nach wie vor in weiter Ferne

Unterdessen liegt eine Neubebauung des 18 000 Quadratmeter großen Jodbad-Geländes nach wie vor in weiter Ferne. Bekanntlich hat SME das Areal erworben, um dort ein hochwertiges Hotelprojekt und ein Medizinzentrum zu verwirklichen. Vorigen Sommer hat der Investor erklärt, dass das Vorhaben – so wie geplant – wirtschaftlich nicht umsetzbar sei. Mittlerweile glaubt in Bad Wiessee niemand mehr, dass SME hier noch etwas verwirklichen wird. Laut Bürgermeister Robert Kühn (SPD) sind im Rathaus bereits etliche potenzielle neue Investoren vorstellig geworden, die sich für das Gelände interessieren. Einen ernsthaften Kandidaten gibt’s derzeit laut Kühn aber nicht. Das liegt wohl auch an der „ganz klaren Haltung“ (Kühn) der Gemeinde. Die halte nämlich vehement an der genehmigten Planung für ein Klinik- und Hotel-Projekt fest, versichert Kühn: „Diesen Willen hat der Gemeinderat bereits mehrfach zementiert.“

Tegernsee-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser brandneuer Tegernsee-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Tegernsee – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

gab

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare