Kondition ist gefragt: Eine Feuerwehrfrau mit Atemschutzausrüstung testet unter der Aufsicht von Sporttherapeut Alexander Frost auf dem Laufband ihre Belastbarkeit. Zwei Kameraden sind nach ihr dran.
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Kondition ist gefragt: Eine Feuerwehrfrau mit Atemschutzausrüstung testet unter der Aufsicht von Sporttherapeut Alexander Frost auf dem Laufband ihre Belastbarkeit. Zwei Kameraden sind nach ihr dran.

Übung in Fachklinik Am Kirschbaumhügel

Leere Klinik, voller Einsatz: Feuerwehr Bad Wiessee macht sich im Medical Park fit

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Eine leere Klinik und eine Feuerwehr ohne Übungsmöglichkeiten: Das passt zusammen. Corona-konform schwitzten Atemschutzträger auf dem Laufband der Medical Park Fachklinik Am Kirschbaumhügel.

Bad Wiessee – In voller Atemschutz-Montur rauf aufs Laufband: Da müssen Feuerwehr-Frauen und -Männer schon wirklich fit sein. Überprüft wird die Kondition der Einsatzkräfte für gewöhnlich einmal pro Jahr auf der Atemschutzstrecke der Feuerwehr Miesbach. Wegen der Pandemie ist das aktuell nicht möglich. Als Ersatz schwitzten die Aktiven der Feuerwehr Bad Wiessee jetzt in Therapieräumen der Fachklinik Am Kirschbaumhügel.

In kleinen Gruppen und auf Abstand testeten 16 Atemschutzträger ihre Belastbarkeit unter der Aufsicht eines Sporttherapeuten der Reha-Klinik aus.

Aktuell keine Patienten in Fachklinik

Ohne Corona hätte die Wehr das Equipment des Medical Parks nicht gebraucht – aber es stand auch nur wegen der Pandemie ausnahmsweise zur Verfügung. Weil wegen Corona insgesamt weniger operiert wird und damit auch der Bedarf an Nachsorge gesunken ist, sind in der Fachklinik Am Kirschbaumhügel – anders als in der Medical Park Klinik Hubertus und der Privatklinik Am Kirschbaumhügel – aktuell keine Patienten untergebracht. „Ansonsten wäre eine solche Übung nicht möglich“, erklärt Medical Park-Pressesprecher Heiko Leske. Die Beunruhigung der Patienten wäre einfach zu groß.

In der leeren Klinik konnte die Feuerwehr nicht nur ihre Belastbarkeit testen, sondern sich bei einer Übung mit der Örtlichkeit noch vertrauter machen, als sie es ohnehin schon ist. „Das ist praxisnah“, erklärt Kommandant Korbinian Herzinger. Mit dem Medical Park und auch mit Hotel-Eigentümern am Ort gebe es zum Glück eine sehr gute Zusammenarbeit.

Erste Übungen nach einem Jahr

Das Training war ein Lichtblick. Ein Jahr lang durfte die Mannschaft wegen Corona nicht üben. „Das ist erst seit letzter Woche wieder möglich“, berichtet Herzinger. Um den Corona-Vorgaben gerecht zu werden, hat er kleine Gruppen zusammengestellt und Zeitpläne erstellt. Nur das Zusammensein danach, das auch „wirklich abgeht“, dürfe weiterhin nicht stattfinden. Aber er versuche alles, so Herzinger, um die Mannschaft fit und beisammen zu halten: „Das ist mir sehr wichtig.“  

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