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Planen schon für 2017: (v.l.) Eva Röder (Schauspielerin), Ingo Neise (Regisseur und Schauspieler), Antje Schura (Spielbank-Direktorin), Thomas Blank (Spielbank).

Positive Bilanz nach Premiere auf der Spielbank-Waldbühne

"Jedermann": Vier neue Spieltermine am Tegernsee

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Bad Wiessee - Rosige Zukunft für den "Jedermann": Nach der erfolgreichen Premiere bekommt die Inszenierung vom Ensemble der Festung Hohensalzburg 2017 vier weitere Spieltermine. 

Über 720 Zuschauer zog der „Jedermann“ bei vier ausverkauften Vorstellungen Anfang August auf derneuen Waldbühne der Spielbank Bad Wiessee in seinen Bann. Jetzt steht fest: Das Mysterienspiel von Hugo von Hofmannsthal bekommt einen festen Platz im Veranstaltungskalender am See. Mehr noch: „’Jedermann’ könnte sogar Anker und Aushängeschild einer ganzen Festspielwoche am Tegernsee sein.“ 

Ingo Neise, Regisseur und Schauspieler (er spielt den Tod) ist knapp einen Monat nach der Premiere des von der Festung Hohensalzburg an den Tegernsee gewanderten Stücks immer noch ganz euphorisch. Bei einer Pressekonferenz am Montag in der Winner’s Lounge der Spielbank Bad Wiessee zog er eine durchweg positive Bilanz: „Die Spielstätte hat einen Zauber, wie das Stück“, formulierte der Regisseur. Gerade der große, schwere Parkhaus-Bau habe sich als passend erwiesen, um die Monumentalität des Reichtums von „Jedermann (dargestellt von Hans Jürgen Stockerl) in Szene zu setzen. Dass zwei der vier Aufführungen wegen Regens in die Winner’s Lounge verlegt werden mussten, sei kein Problem gewesen. „In Salzburg hätten wir das Stück in so einem Fall abbrechen müssen.“ In Summe habe sich das Ensemble hier durchaus heimisch gefühlt.

Auch Spielbank-Direktorin Antje Schura, die die Inszenierung zusammen mit der TTT und dem Theater-Team in Rekordzeit ermöglicht hatte und sich keine der vier Vorstellungen entgehen ließ, ist im Nachhinein noch immer begeistert: „Das war eine echte Bereicherung für unser Haus.“ Von einem „Alleinstellungs-Merkmal“, einer „riesigen Bereicherung“ und einem „I-Tüpfelchen auf dem reichhaltigen Veranstaltungsprogramm“ im Tal sprach Peter Rie, Veranstaltungs-Manager der TTT. 

Karten ab Dezember

Weil die Bilanz also durchweg positiv ausfällt, bekommt der „Jedermann“ eine rosige Zukunft am Tegernsee – im Gegensatz zum Stück selbst, wo sich der prahlende und krafttrotzende Lebemann „Jedermann“ am Ende doch dem Tod ergeben muss. Vier Termine sind für 2017 schon festgelegt: 2., 3., 9. und 10. August. Mit Rücksicht auf die Wald- und Seefeste sind Mittwoch- und Donnerstagtermine gewählt. Die Aufführungen, gab Rie bekannt, werden bereits im TTT-Veranstaltungskalender berücksichtigt. Karten gibt’s ab Dezember. Und auch im neuen Spielplan der Winner’s Lounge, der im November präsentiert wird, ist „Jedermann“ schon eine feste Hausnummer. Die Bühne am Waldrand hinter dem Spielbank-Parkdeck soll technisch optimiert werden und überdies für die ein oder andere Musik-Veranstaltung in der Spielbank genutzt werden. Kritik, die wegen des ungewöhnlichen Ambientes vor einer Betonwand zu hören war, weist der Regisseur zurück. „Die Bedingungen sind für das Stück sehr reizvoll, die Möglichkeiten, die beginnende Nacht szenisch einzubauen, ideal.“ Er sehe keine Veranlassung für Veränderungen, so Neise. 

Am Tegernsee ist die Zukunft des Ensembles also gesichert. Im Gegensatz zu Salzburg: Dort bleibt bis Jahresende offen, wie es nach dem Tod des Theatervereins-Vorsitzenden auf der Festung mit dem „Jedermann“ weitergeht.

gr

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