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Josef Lederer vor dem Hotel. 

Ortstermin des Verwaltungsgerichts

Josef Lederer: „Das war eine Verschwörung“

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Josef Lederer hat sein Hotel verloren. Was dazu geführt hat, lässt ihn bis heute nicht los. Jetzt will er einen zehn Jahre alten Ablehnungsbescheid überprüfen lassen. Am Mittwoch ist Ortstermin des Verwaltungsgerichts. 

Bad Wiessee17 Appartements sollten Josef Lederers Lebenswerk retten. 2007 war das, die Versteigerung von Lederers Hotel am See drohte. Doch die Gemeinde Bad Wiessee wollte von einer Wohnbebauung am Ufer nichts wissen. Sie lehnte Lederers Pläne ab, das Landratsamt versagte die Genehmigung. Wie berichtet, befasst sich am Mittwich, 9. Mai, über ein Jahrzehnt später, das Bayerische Verwaltungsgericht mit dem Akt. Lederer wird vor Ort sein, um seinen Fall dem Gericht zu schildern. Und wieder hofft er auf Rettung. Vielmehr: auf Schadenersatz.

Lederers Idee: Wenn das Gericht feststellt, dass Gemeinde und Landratsamt ihm einst die Genehmigung für die Appartements zu Unrecht verweigert haben, dann müsste ihm Regress zustehen. „Man hat mich um die Rettung meines Unternehmens betrogen“, glaubt Lederer. Die Gemeinde habe ihn weghaben wollen, damit Investor Thomas Strüngmann das Sahne-Grundstück am See bekommt. „Das war eine Verschwörung.“

Nach vielen Verwicklungen ist die Familie Strüngmann nun seit 2015 Eigentümerin des Lederer. Auf dem weitläufigen Areal – auch das ehemalige Spielbank-Grundstück und das Haus des Gastes gehören dazu –, sind neben einem neuen Luxushotel auch Wohnungen vorgesehen. „Da wurde mit zweierlei Maß gemessen“, findet Lederer. Was die Gemeinde ihm verweigert habe, gestehe sie Strüngmann jetzt zu. Dagegen will er sich wehren.

Groß ist seine Hoffnung nicht. „Wahrscheinlich ist alles schon verjährt“, fürchtet Lederer. Aber er habe das Gericht dennoch gebeten, die Sache zu überprüfen. Das Grundstück gehört Lederer längst nicht mehr, aber er wohnt noch immer dort. Bis zum im Herbst geplanten Abriss kann er bleiben. Eine andere Wohnung habe er bislang nicht, sagt Lederer. Als Schadenersatz für sein verlorenes Lebenswerk könnte er sich eine Rente vorstellen: „Lebenslang 10 000 Euro. Oder auch weniger, die Gemeinde hat ja kein Geld.“

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