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Ein neues Badehaus errichtet die Gemeinde Bad Wiessee neben dem Badepark

Vize-Bürgermeister Robert Huber freut sich über schriftlichen Bescheid

Huber: "Die Kassenzulassung wurde erteilt" - Rippe hält dagegen 

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Bad Wiessee - Jodbäder nur  für Selbstzahler? Das komme für die Gemeinde Bad Wiessee nicht in Frage, versichert Vize-Bürgermeister Robert Huber. Inzwischen liege die Kassenzulassung auch schriftlich vor. Das könne nicht sein, hält Hans-Jörg Rippe dagegen.

Update

Hans-Jörg Rippe hat sich zur Aussage Robert Hubers geäußert, die Kassenzulassung liege bereits vor. Hier seine Stellungnahme im Wortlaut:

 "Die Äußerungen von Herrn Huber können sich nur auf das bisherige Jodschwefelbad beziehen. Eine Zulassung für ein zukünftiges Bad kann erst dann endgültig erteilt werden, wenn in einem aufwändigen Verfahren seitens der Kostenträger überprüft worden ist, ob alle Bedingungen erfüllt worden sind. Die jetzige Zulassung ist im November 2013 erteilt worden und gilt, bis gravierende Veränderungen in der genehmigten Einrichtung vorgenommen werden. Die jetzt gültige Genehmigung ist eine Fortschreibung der alten Genehmigungen des früheren Eigentümers in vorhandenen Räumen. Selbst ein zwischenzeitlicher Umzug für eine Übergangszeit wie z.B. in das Badeparadies ist genehmigungspflichtig. Die Einrichtung muss abgenommen werden, bevor auch nur ein Kassenpatient abgerechnet werden darf.

Ich möchte darauf hinweisen, dass nicht ich, sondern der Bürgermeister erklärt hat, dass er nach Prüfung der Auflagen keine Kassenzulassung anstrebt, da diese in den Planungen von Herr Thun mit zu hohen Investitionskosten verbunden sei.

Vielleicht noch ein Hinweis – das Jodschwefelwasser ist bei bestimmten Befunden hochwirksam und besonders bei systemischen Erkrankungen gut einsetzbar, aber immer nur dann zugelassen, wenn es im Rahmen von klaren Behandlungskonzepten eingesetzt wird. Diese hat in Bad Wiessee nach meiner Kenntnis nur Prof Kaiser, der bei 2 Krankheitsbildern (Psoriasis und Neurodermitis) Jodschwefelwassertherapien einsetzt."

Ursprünglicher Artikel

Das neue Wiesseer Badehaus hat die Kassenzulassung erhalten. „Das haben wir schriftlich“, erklärt der Wiesseer Vize-Bürgermeister Robert Huber. Eine Nachricht, die für die Gemeinde keine Überraschung ist. Dass künftig nur noch Selbstzahler vom Jodschwefelwasser profitieren können, wäre für den Gemeinderat nie in Frage gekommen, versichert Huber. Man habe alles daran gesetzt, die Vorgaben für die Kassenzulassung zu erfüllen. 

Zweifel am Erfolg dieser Bemühungen hatte Hans-Jörg Rippe aufkeimen lassen. Der Gesundheitsexperte aus Nordrhein-Westfalen war ab Juli 2013 ein halbes Jahr Geschäftsführer der gemeindlichen Betreibergesellschaft Gesundheitszentrum Jod-Schwefelbad. Rippe war später Berater eines Münchner Unternehmens, das ein Medizinisches Zentrum mit Jodbad plante. Die Gemeinde kündigte im Herbst 2015 die Zusammenarbeit mit dem Investor auf. Dieser will Schadenersatz einklagen. 

Das Unternehmen habe sich an alle gemeindlichen Vorgaben gehalten, meint Rippe. Seinen Standpunkt hat der Ex-Berater nun in einem Offenen Brief an Bürgermeister Peter Höß dargelegt. Dieser möge klarstellen, dass die Gemeinde ihre Meinung geändert habe, und „nicht versuchen dem Investor das jetzige Dilemma in die Schuhe zu schieben“.

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