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Das alte Pfarrhaus von Bad Wiessee steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Es darf somit nicht abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Nach dem Scheitern der Abrisspläne

Passendes Grundstück fürs Pfarrheim gefunden

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Bad Wiessee - Die Pfarrei Bad Wiessee kommt ihrem Traum vom neuen Pfarrheim ein Stück näher. Das passende Grundstück für einen Neubau ist gefunden - jetzt muss noch das Ordinariat zustimmen.

Wo sich das Grundstück fürs neue Pfarrheim befindet, lässt Kirchenpfleger Herbert Stadler noch offen. Denn bislang fehlt die Zustimmung des Erzbischöflichen Ordinariats für den ersehnten Neubau. Im Hintergrund gehen die Planungen aber schon gut voran. Und lange wird die Entscheidung auch nicht mehr auf sich warten lassen. „Der Antrag der Pfarrei ist in Bearbeitung in den zuständigen Gremien, eine Rückmeldung an die Pfarrei wird in den kommenden Wochen erfolgen“, teilt Ordinariats-Pressesprecherin Bettina Göbner auf Nachfrage der Tegernseer Zeitung mit.

So lange noch nichts fix ist, will sich Kirchenpfleger Stadler zu den Planungen nicht weiter äußern. Schließlich trägt das Ordinariat die Hauptlast der Kosten. Die Hoffnung, dass nun doch alles ganz schnell geht, ist aber groß. „Wir sind zuversichtlich“, sagt Stadler.

Inzwischen pressiert’s auch. Bekanntlich steht das Josefsheim am Löblweg der Pfarrei nur noch bis zum Ende dieses Jahres zur Verfügung. Die Ordensschwestern, denen es gehört, wollen das Gebäude verkaufen. Wirklich geeignet ist das Haus ohnehin nicht: Die Räume sind zu klein, es fehlt ein Saal. Eben darum hat die Pfarrei nicht versucht, am Josefsheim festzuhalten. Über eine Verlängerung des Pachtverhältnisses wurde Stadler zufolge nicht verhandelt. Das bedeutet: Ab Januar 2017 ist die Pfarrgemeinde heimatlos.

Der Traum wäre gewesen, bis dahin ein neues Pfarrheim zu haben. Er zerplatzte am Widerstand gegen die ursprünglichen Pläne der Pfarrei. Die sahen den Abriss des alten Pfarrhauses auf dem Kirchenhügel vor. An die Stelle des maroden Gebäudes aus dem Jahr 1933 wollte die Pfarrgemeinde ein neues Pfarrheim mit geräumigem Saal setzen. Eine Sanierung käme nach Ansicht der Kirchenverwaltung zu teuer. Zudem wäre ein Anbau nötig, um den gewünschten Saal zu schaffen. Doch nachdem die Abrisspläne Anfang des Jahres bekannt wurden, stellte das Landesamt für Denkmalpflege das alte Pfarrhaus unter Schutz. Das von Rupert von Miller geschaffene Ensemble, bestehend aus Pfarrhaus, Kirche und Bergfriedhof, soll erhalten bleiben.

Damit waren die alten Pläne vom Tisch, die Pfarrei musste umdenken. Kirchenpfleger Stadler ist froh, dass nun ein geeignetes Grundstück für einen Neubau in Sicht ist. Allerdings lässt sich der Bau nicht mehr bis zum Jahresende aus dem Boden stampfen. Die 2150 Wiesseer Katholiken müssen also eine zeitlang auf ein eigenes Domizil verzichten. Das Gemeindeleben werde aber nicht zum Erliegen kommen, versichert Stadler: „Da gibt es Übergangslösungen."

jm

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