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Klotzen statt kleckern beim Wiesseer Kita-Zentrum: Spatenstich für Zwölf-Millionen-Euro-Projekt

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Von: Gabi Werner

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Den ersten Spatenstich fürs Kita-Zentrum setzten Vertreter des Gemeinderats, des Rathauses und der beteiligten Firmen: (v.l.) Rita Windfelder (SPD-Fraktion), Karl Schönbauer (Grüne), Rathaus-Geschäftsleiter Hilmar Danzinger, Landrat Olaf von Löwis, Bürgermeister Robert Kühn, Vize-Bürgermeisterin Birgit Trinkl (FWG), Marcus Kreft (Ingenieurbüro PFG Mayer), Statiker Stefan Rinshofer, Florian Sareiter (CSU) und Architekt Simon Bauer.
Den ersten Spatenstich fürs Kita-Zentrum setzten Vertreter des Gemeinderats, des Rathauses und der beteiligten Firmen: (v.l.) Rita Windfelder (SPD-Fraktion), Karl Schönbauer (Grüne), Rathaus-Geschäftsleiter Hilmar Danzinger, Landrat Olaf von Löwis, Bürgermeister Robert Kühn, Vize-Bürgermeisterin Birgit Trinkl (FWG), Marcus Kreft (Ingenieurbüro PFG Mayer), Statiker Stefan Rinshofer, Florian Sareiter (CSU) und Architekt Simon Bauer. Foto: Thomas Plettenberg © Thomas Plettenberg

Läuft alles nach Plan, dann kann Bad Wiessee im Sommer 2024 ein nagelneues Kita-Zentrum eröffnen. Die Gemeinde sprach anlässlich des symbolischen Spatenstichs auf dem Grundstück bei der Grundschule von einem Leuchtturmprojekt.

Bad Wiessee – Bürgermeister Robert Kühn (SPD) zeigte sich zum offiziellen Start der Baumaßnahme überzeugt: Mit dem neuen Kindergarten- und Krippen-Zentrum „sichern wir die Zukunftsfähigkeit unseres Ortes“. Der Boden für das über zwölf Millionen Euro schwere Großprojekt, mit dem die Gemeinde oberbayernweit Maßstäbe setzen möchte, ist inzwischen bereitet. Der einstige Hartplatz und ein altes Gebäude, die sich bislang auf dem Areal befanden, wurden zurückgebaut. Wenn alle Vorarbeiten abgeschlossen sind, kann mit der Realisierung des dreiteiligen Baukörpers in Holzbauweise begonnen werden.

100 Kindergartenplätze, 60 Krippenplätze

100 Kindergarten- und 60 Krippenplätze, dazu im Dachgeschoss neun Wohnungen fürs Personal. Beim Kita-Zentrum macht Bad Wiessee keine halben Sachen. „Wir wollten hier nicht kleckern, sondern klotzen“, machte Bürgermeister Kühn deutlich und verwies darauf, dass es sich um ein „Gemeinschaftsprojekt“ handle. Schon der Vorgänger-Gemeinderat habe wichtige Vorarbeit geleistet. „Wir haben die Pläne dann finalisiert und mit voller Wucht den Stempel drauf gemacht“, sagte Kühn. Von der zunächst angedachten kleinen Ausbau-Variante sei man schnell wieder abgekommen und habe sich gleich für den großen Wurf entschieden.

Junge Familien sollen bleiben können

Gehe man von dem jetzigen Bedarf aus, so könne Bad Wiessee mit seiner neuen Betreuungseinrichtung künftig bei den Kindergartenplätzen den Bedarf zu 125 Prozent abdecken, bei den Krippenplätzen sogar zu 200 Prozent. Diese Rechnung hatte die Gemeinde im Rahmen des Spatenstichs aufgemacht. Somit hätten junge Wiesseer Familien die Möglichkeit, in ihrem Heimatort zu bleiben, meinte Kühn. Die Struktur Bad Wiessees bleibe erhalten – „und darauf sind wir stolz“.

Wie berichtet, ist zuletzt auch am Tegernsee die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für den Nachwuchs explosionsartig gestiegen. Nachdem dann auch noch klar wurde, dass der alte Kindergarten Maria Himmelfahrt, erbaut in den Jahren 1974/75, derart marode ist, dass er nur noch abgerissen werden kann, brachte die Gemeinde die Planungen für ein neues, größeres Kita-Zentrum auf den Weg.

„Riesenkompliment“ vom Landrat

Lob für ihr konsequentes Vorgehen erhielt die Gemeinde bei der Feier zum Spatenstich auch von Landrat Olaf von Löwis: „Riesenkompliment für dieses Projekt!“ Es sei eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe der Kommunen, Betreuungsplätze bereit zu stellen, meinte der Landrat. Besonders gut gefalle es ihm, dass im Rahmen des Neubaus auch Wohnungen für die Mitarbeiter entstehen. „Das ist ein gutes Signal.“ Löwis bedankte sich im Namen des Landkreises und der Gesellschaft für das neue Kita-Zentrum, von dem er im Übrigen hofft, dass es auch seinen in Bad Wiessee lebenden Söhnen und möglicherweise weiteren Enkelkindern zugute kommt.

Kühn verband seinen Dank an die Verwaltung im Rathaus und dort in erster Linie an Martin Brugger vom technischen Bauamt mit einem Seitenhieb auf die privaten Investoren in Bad Wiessee, deren Projekte teils schon lange auf die Realisierung warten. „Wenn die Gemeinde etwa anpackt“, sagte Kühn, „dann funktioniert es auch“.

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