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Alles muss weg: der Lederer-Komplex (r.) mit fünf Gebäuden, das Haus des Gastes (l.) und (rechts daneben) das Hotel Wittelsbach.

Strüngmanns Büro tüftelt noch an der Planung 

Kommt der große Abriss an der Seepromenade erst 2018?

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Kommt der große Abriss an der Wiesseer Uferpromenade im Herbst – oder doch erst nächstes Jahr? Das Büro von Investor Thomas Strüngmann tüftelt noch an der Planung. Die Optionen:

Bad Wiessee – Der riesige Lederer-Komplex, das stattliche Haus des Gastes und das Hotel Wittelsbach lassen sich nicht einfach so wegschieben. „Es ist nicht so, als ob man einfach ein Kartenhaus einstürzen lässt“, erklärt Andreas Göbel. Sprecher von Athos, dem Büro der Familie Strüngmann. Wie die Neubauten – ein Hotel sowie fünf Wohn- und Geschäftshäuser – müsse auch der Abriss sorgsam geplant werden. „Das ist sehr kompliziert.“ Das Team arbeite mit Hochdruck am Konzept. „Nächste Woche können wir mehr sagen“, meint Göbel. Aber aktuell sei alles offen. Auch die Frage, ob der Abriss überhaupt wie geplant in diesem Herbst beginnen kann.

Dass dies fraglich ist, hatte Athos-Geschäftsführer Thomas Maier schon bei der Bürgerversammlung am 17. Juli durchblicken lassen (wir berichteten). Bei dem Treffen betonte Eberhard Waitz, Betreiber des benachbarten Hotel Bellevue, wie wichtig es für die Wiesseer Gastgeber ist, möglichst frühzeitig einen genauen Zeitplan zu erfahren.

Eigentlich hätte der inzwischen stehen sollen. Aber noch gebe es etliche Punkte zu klären, meint Göbel, ohne konkreter zu werden. Ziel sei es, die Belastung für die Anwohner und den ganzen Ort möglichst gering zu halten, ohne den finanziellen Aufwand in die Höhe schießen zu lassen. Derzeit könne er auch zum Ablauf nichts sagen, erklärt Göbel. Ob ein Gebäude nach dem anderen abgerissen wird oder alle drei gleichzeitig: Noch sei nichts entschieden. Doch halte Athos an der Absicht fest, das Projekt zügig anzugehen. „Niemand will etwas auf die lange Bank schieben“, versichert der Athos-Sprecher.

Auch Wiessees Bürgermeister Peter Höß wünscht sich, dass es mit dem Projekt zügig vorangeht. Für ihn ist klar: Wenn der Abriss nicht wie geplant von Oktober bis Februar erfolgen kann, verschiebt sich alles um ein Jahr. Denn nur in diesem Zeitraum sei ein Abriss überhaupt möglich. Schon wegen des Artenschutzes: „Da geht’s um die Fledermäuse.“ Aber auch mit Rücksicht auf den Tourismus: „Man kann das nicht machen, während der Kurbetrieb läuft.“

Wichtig ist Höß, dass die Baustelle so gestaltet wird, dass trotz der schwierigen Bodenverhältnisse möglichst wenig Schmutz und Lärm entstehen. Diese gelte für beide Baustellen – also auch für den Abriss des alten Jodbads, mit dem das Unternehmen Sports Medicine Excellence Group (SME) im Oktober beginnen will.

Jodbad-Abriss ab 16. Oktober

Daran ändert sich nichts, wie SME-Chef Florian Kamelger versichert. Sogar ein Datum steht inzwischen. „Mit der Gemeinde vereinbart ist der 16. Oktober als Beginn der äußeren Abriss-Arbeiten“, teilt Kamelger mit. Somit beginnt im Herbst auf jeden Fall eine Groß-Baustelle in Bad Wiessee.

Die Entscheidung, ob parallel am Seeufer das Abriss-Kommando anrückt, soll nun schnell fallen. Dann, versichert Göbel, würden die Anwohner umgehend informiert. Bislang habe es noch keine Gespräche geben können: „Wir wissen selbst noch zu wenig.“

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