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Die beiden Häuser in der Sanktjohanserstraße 94 und 96 werden komplett neu hergerichtet. Wie sehr dies die Mieten erhöhen wird, ist noch unklar.

Neues Kommunalunternehmen Bad Wiessee

Einmal Sanierung, einmal Abriss

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Bad Wiessee - Das neue Kommunalunternehmen, das sich in Bad Wiessee um die Wohnhäuser kümmert, plant die ersten großen Projekte: Eine Sanierung und ein Neubau sind fest ins Auge gefasst.

Es wird das erste große Projekt des neuen Kommunalunternehmens Bad Wiessee (KBW) sein: Noch in diesem Sommer lässt das KBW die Häuser Sanktjohanserstraße 94 und 96 mit insgesamt 16 Wohnungen sanieren. Eine runde Million Euro soll das kosten. „Die Mieter sind froh, dass etwas passiert“, meint KBW-Vorstand Patrik Zeitler.

Die beiden Häuser sind etwa 60 Jahre alt. Es gibt zwar bereits eine Zentralheizung, aber vor allem aus energetischer Sicht ist eine Sanierung mehr als überfällig. Danach, verspricht Zeitler, werden die Wohnungen Neubaustandard haben.

Wie sehr dies die Mieten erhöhen wird, sei noch nicht entschieden. Das KBW arbeite an einer sozialverträglichen Lösung, die mit den Mietern in einer weiteren Versammlung besprochen werde. Eine Zusammenkunft habe es bereits gegeben, berichtet Zeitler. Die Pläne hätten dort Anklang gefunden. „Es haben sich eigentlich alle gefreut“, meint Zeitler. „Die Häuser bekommen ja auch eine Optik, die einem Neubau ähnelt.“ Ausziehen müssen die Mieter wegen der Sanierung nicht. Alle Wohnungen sind belegt, die Arbeiten sollen zügig vonstatten gehen.

Die Tage des Wohnhauses in der Dr. Scheid-Straße 7 sind gezählt - es wird abgerissen.

Anders sieht es im Haus an der Dr. Scheid-Straße 7 aus. Dort sind von neun Wohnungen noch fünf vermietet. Dieses Haus soll sich ganz leeren. Wie unsere Zeitung berichtete, plant das KBW den Abriss. Zeitler hofft, die verbliebenen Mieter – vier davon sind hochbetagt – zum Umzug bewegen zu können.

Es winkt der Einzug in einen schmucken Neubau. Auf dem Grundstück Dr. Scheid-Straße 27 soll ein neues Haus gebaut werden. Das KBW möchte dort ein Generationenprojekt realisieren. Das könnte für die Senioren aus der Dr. Scheid-Straße 7 ideal sein. Allerdings ist noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten.

Und auch die Pläne sind erst im Werden. Erste Gespräche mit Architekten haben stattgefunden, mehr noch nicht. Mit dem Bezug des Neubaus sei frühestens Anfang 2018 zu rechnen. Die Kosten dürften bei einer knappen Million Euro liegen. Noch ist auch nicht klar, wie viele Wohnungen enstehen – das hängt vom noch zu entwickelnden Generationenprojekt ab. „Wir stehen im engen Dialog mit den Mietern“, sagt Zeitler.

Ziel des KBW ist es, die Mieter der Dr. Scheid-Straße 7 in den Neubau umziehen zu lassen. Danach erst kann das alte Haus abgerissen werden. Auf der Fläche wird dann wohl wieder ein Neubau entstehen. Eine konkrete Planung dazu gibt es aber noch nicht.

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