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Die beiden Häuser mit Mietwohnungen an der Sanktjohanserstraße in Bad Wiessee werden derzeit saniert.

Kommunalunternehmen Bad Wiessee

Rundum-Sanierung für zwei Gemeindehäuser

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Bad Wiessee – Es sieht nach Abriss aus, doch tatsächlich werden die Häuser rundum saniert: Das Kommunalunternehmen Bad Wiessee (KBW) modernisiert zwei Mehrparteienhäuser an der Sanktjohanserstraße. Das nächste Großprojekt ist bereits anvisiert.

Es sieht nach Abriss aus: Die Balkone der beiden Gemeindehäuser an der Wiesseer Sanktjohanserstraße 92 und 94 sind abgeschnitten, die Fassade wirkt ziemlich ramponiert. Doch tatsächlich bekommen die Wohnblöcke aus den 1950er-Jahren gerade eine Generalsanierung. 

Rund 2,5 Millionen Euro steckt das seit einem knappen Jahr tätige Kommunalunternehmen Bad Wiessee (KBW) in die Renovierung. Die Mieter der zwölf Wohnungen haben es derzeit eher ungemütlich, bleiben aber während der ganzen Sanierungsphase im Haus. Bis Ende des Jahres sollen alle Arbeiten beendet sein. „Dann sind das praktisch Neubauwohnungen“, meint Vize-Bürgermeister Robert Huber (SPD), Verwaltungsratsvorsitzender des KBW. 

Mit dem Wohnstandard werden auch die Mieten steigen. Um wie viel Prozent, das lasse sich nicht pauschal sagen, meint Huber. Man habe aber in Gesprächen eine Vereinbarung getroffen, mit der sämtliche Mieter einverstanden seien. „Es freuen sich alle über die Sanierung“, erklärt Huber. Zumal dadurch die Nebenkosten beträchtlich sinken werden. Bislang gab es in dem Haus Etagen- und Einzelheizungen, die Wärme entwich zudem aus allen Ritzen. Mit neuer Zentralheizung und guter Dämmung wird dies im kommenden Winter Schnee von gestern sein. 

Ein zweites Großprojekt des KBW ist derweil in Vorbereitung. Wie berichtet, plant das Unternehmen den Bau eines neuen Wohnhauses auf dem unbebauten Grundstück Dr.-Scheid-Straße 27. „Damit sind wir schon ziemlich weit“, meint Huber. Derzeit müsse aber noch geklärt werden, welche Zuschüsse für den Bau fließen. Ziel ist es, dort ein Generationenprojekt zu verwirklichen. Dies auch mit Blick auf die vier hochbetagten Mieter des Hauses an der Dr.-Scheid-Straße 7. Das Gebäude ist nicht zu retten, das KBW will es abreißen und die Bewohner in die Neubauwohnungen einquartieren. Dazu ist auch Überzeugungsarbeit nötig, wie Huber weiß. 

Der Bürgermeister-Stellvertreter ist nach mehreren Anläufen Vorsitzender des KBW-Kontrollgremiums geworden. Als Geschäftsführer hat das KBW Patrik Zeitler engagiert, der sich seit Oktober 2015 hauptamtlich um die rund 200 Gemeindewohnungen kümmert. Die Kosten hierfür waren im Gemeinderat oft strittig gewesen. Für Huber indes ist klar, dass sich auch künftig an der hauptamtlichen Geschäftsführung nichts ändern soll. Zeitler habe viel zu tun, macht Huber deutlich: „Sanierung und Neubauten, das macht unendlich viel Arbeit.“

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