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Die ersten Pflöcke sind gesetzt. Aktuell rammt der Bautrupp Pfähle ins Erdreich, dann wird die Bodenplatte gelegt. Ende 2019 soll das neue Jodbad neben dem Badepark stehen. 

Deutliche Steigerung

Kosten fürs neue Jodbad schießen in die Höhe

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Der Bauboom treibt die Kosten fürs Wiesseer Badehaus in die Höhe. Mit der Quellensanierung könnten am Ende 10 Millionen Euro fällig werden. Kalkuliert waren 8,4 Millionen Euro. 

Bad Wiessee– Bisher ist vom edlen neuen Badehaus nichts zu sehen. Die Vorarbeiten, Ende 2017 begonnen, laufen immer noch. Aktuell rammt der Bautrupp Pfähle ins Erdreich, dann kann die Bodenplatte gelegt werden. Doch eines ist schon klar, wie Bürgermeister Peter Höß einräumt: „Es wird teurer werden.“

Wie viel teurer, lässt sich nicht sagen. Bei einigen Gewerken liegt das Ergebnis der Ausschreibung noch nicht vor. Wohl aber für die Zimmerer- und Baumeister-Arbeiten. Ergebnis: Auch die günstigsten Angebote liegen deutlich über der Kostenschätzung des Architekten. Die Gemeinde wird sie akzeptieren. „Wir können gar nicht anders“, meint Höß. Damit steigen die Kosten für Badehaus und Quellensanierung nach den Hochrechnungen von 8,4 Millionen Euro auf rund 10 Millionen Euro.

Die Gemeinde wird das Projekt Badehaus trotzdem nicht stoppen. Ende 2019 soll es stehen. „Und ich bin davon überzeugt, dass es zu schaffen ist“, erklärt der Bürgermeister. Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet. Die Verschuldung wurde halbiert, das Vermögen vermehrt. Auch wenn die Situation durch die Verteuerung jetzt nicht ganz einfach sei, laufe das Projekt mitnichten aus dem Ruder, versichert Höß: „Wir können uns das schon zutrauen.“

Aber woher kommt die Kostenexplosion? „Es ist halt eine schwierige Zeit“, meint Höß. Schwierig für Bauherren. Die Branche boomt, die Auftragsbücher sind voll. Die Betriebe müssen sich nicht unterbieten, sondern können es sich leisten, satte Preise zu verlangen. Dies ist bekannt, wurde vom Architekt des Wiesseer Badehauses aber nicht einkalkuliert. „Es wird wohl ein ernstes Gespräch mit den Planern geben“, verrät Höß. Das gesamte Team tüftle nun fortwährend an Einsparungen, um die Kosten zu drücken. Die Gemeinde werde aber am Entwurf des Büros von Star-Architekt Matteo festhalten. Andernfalls, meint der Bürgermeister, würde Bad Wiessee ein „08/15-Bad“ bekommen. Dies sei aber nicht, was der Ort brauche.

Vom Nutzen des edlen Bads mit japanischem Flair hat die Gemeinde Bad Wiessee auch den Freistaat überzeugt. Im Mai 2017 überreichte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner Bürgermeister Höß feierlich einen Förderbescheid in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Das entsprach exakt der Hälfte der förderfähigen Baukosten. Mit der Steigerung stimmt die Rechnung nicht mehr. Eben dies hat Höß der Regierung von Oberbayern bereits Ende des Jahres 2017 mitgeteilt. Nun gibt’s neue Gespräche. Ziel ist es, wieder auf einen 50-Prozent-Zuschuss zu kommen. Dazu müsste die Regierung einen kräftigen Nachschlag bewilligen.

Im Gemeinderat hatten die Kosten des Badehauses im Vorfeld für Debatten gesorgt. Die CSU zeigt sich kritisch, weshalb der Beschluss, es zu bauen, mit einer hauchdünnen Mehrheit von 8:7 Stimmen fiel.

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