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Präsentieren "Jedermann": (v.l.) Peter Höß (Bürgermeister), Eva Röder (Schauspielerin), Antje Schura (Spielbank-Direktorin), Ingo Neise (Regisseur und Schauspieler) und Christian Kausch.

Auf der neuen Waldbühne an der Spielbank Bad Wiessee

Kultstück Jedermann im August am Tegernsee

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Bad Wiessee - Jedermann, das Kultstück von Hugo von Hoffmannsthal, zieht von Salzburg an den Tegernsee: Auf der neuen Waldbühne der Spielbank Bad Wiessee wird es an vier Abenden im August aufgeführt.

Nach 17 Jahren auf der Festung Hohensalzburg betreten der Verein Burgspiele und das zehnköpfige Ensemble Ingo Neise eine neue Bühne: Sie liegt am Waldrand hinter dem Parkdeck der Spielbank Bad Wiessee und soll eine neuer, attraktiver Ort für Veranstaltungen werden. Jedermann macht den Auftakt: am 3., 4., 10. und 11. August, jeweils um 20 Uhr.

Das Geschichte des wohlhabenden Jedermann, der sich beim Festmahl mit dem Tod konfrontiert sieht, hat Kultstatus bei vielen Theaterfans. Schon allein deshalb sind die Organisatoren vom Erfolg am Tegernsee überzeugt, wie am Dienstag bei der Präsentation des Projekts in der Spielbank deutlich wurde. Dabei musste bei der Planung alles ganz schnell gehen: Dr. Martin Marianowicz von der Privatklinik Jägerwinkel hatte die Idee, gab sie an Bürgermeister Peter Höß weiter, und der setzte sie zusammen mit der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) und der Spielbank Bad Wiessee innerhalb von nur einem Monat um. 

Ingo Neise, seit elf Jahren Regisseur von Jedermann auf der Festung Hohensalzburg und in der Rolle des Todes zu sehen, ist schon jetzt begeistert, gerade die Spielbank als Spielort findet er reizvoll: „Wie im Stück geht’s hier um Reichtum und Versuchung, die wesentlichen Dinge des Lebens.“ Für TTT-Geschäftsführer Christian Kausch ist die Inszenierung am Tegernsee die ideale Ergänzung des Kulturprogramms.: „So etwas ist noch nicht da gewesen.“ Um nicht mit Waldfesten zu kollidieren, seien die Termine bewusst auf Wochentage gelegt worden.

Langfristige Zusammenarbeit geplant

Auch Veranstaltungsmanager Peter Rie, der den Namen „Waldbühne“ kreiert und die „sportliche Organisation“ federführend gestemmt hat, freut sich auf das Neuland, das mit den Aufführungen betreten wird. Schon jetzt sei geplant, Jedermann langfristig im Tal zu halten – parallel zu den Aufführungen in Salzburg, die heuer wegen des Todes des Burgspiel-Vorsitzenden Helmut Käfer ausgesetzt wurden. 

Für Spielbank-Direktorin Antje Schura könnte die Waldbühne in Zukunft eine willkommene Erweiterung ihres Veranstaltungsangebots darstellen. „Bei schlechtem Wetter kann jede Aufführung kurzfristig nach Innen in die Winner’s Lounge verlegt werden“, wirbt Schura, die jede Eintrittskarte zusätzlich mit VIP-Jetons für die Spielbank und Prosecco garniert. Zudem ist für Catering gesorgt.

Regisseur Ingo Neise und seine Frau Eva Röder, die in der Rolle der Mutter zu sehen sein wird, schlüpften am Dienstag in ihre Kostüme und gaben eine kleine Kostprobe vom Theaterstück. Das wird vor goldener Kulisse auf einer acht mal sechs Meter großen Bühne direkt am Parkhaus, mit dezent beleuchtetem Wald im Abendlicht vor 156 Zuschauern im August Premiere am Tegernsee haben. 

Hier gibt's Tickets:

Karten für die Vorstellungen am 3., 4., 10. und 11. August, jeweils um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr), gibt’s für 32 Euro bei München-Ticket, in allen Tourist-Infos am Tegernsee und in der Spielbank Bad Wiessee. Weitere Infos bei der Spielbank unter der Rufnummer 0 80 22 -

9 83 50 und unter www.spielbanken-bayern.de sowie unter www.tegernsee.com.

gr

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