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Plan von oben: So soll das neue Hotel (rechts am See) von Thomas Strüngmann in Bad Wiessee aussehen.

Hotel rückt vom See ab

Lederer-Areal: Das sind die Strüngmann-Pläne

Bad Wiessee - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat Investor Strüngmann am Dienstagabend seine Hotel-Pläne für das Lederer-Areal dem Gemeinderat dargelegt. Das sind sie.

Getagt wurde am Dienstagabend hinter verschlossenen Türen. Im Auftrag von Investor Thomas Strüngmann stellte Projektentwickler Thomas Maier dem Gemeinderat sein Konzept für Bad Wiessees Sahne-Grundstück am See vor. Es kam offenbar bestens an, denn schon am Mittwoch präsentierte die Gemeinde Bad Wiessee der Presse die Entwürfe. Der Gemeinderat begrüße die Konzeption, „insbesondere die Situierung der einzelnen Gebäude mit ihrer Offenheit und Durchlässigkeit“, heißt es in der Mitteilung. Das Gremium habe beschlossen, die Gespräche mit dem Investor auf dieser Basis in den nächsten Sitzungen zu vertiefen.

Geplant ist ein Luxushotel mit 210 Zimmern im vier oder fünf Sterne-Bereich, mit Wellness und Tagungsräumen. Das alte Hotel Lederer wird dafür weichen. Der U-förmige Neubau entsteht jedoch nicht an gleicher Stelle, sondern deutlich weiter vom Wasser abgerückt. Das Ufer bildet an dieser Stelle eine reizvolle Spitze, die aktuell Teil des umgrenzten Lederer-Geländes ist. Dieser Bereich gehört künftig zu einer deutlich vergrößerten Seepromenade, die damit sehr an Attraktivität gewinnen dürfte.

Und so sieht das Areal im Moment aus:

Das Hotel ist der Ankerpunkt auf der Fläche am Seeufer. Die aber ist riesengroß. Rund 30 000 Quadratmeter misst das Areal, das der Tegernseer Unternehmer Thomas Strüngmann für seine vier Kinder gekauft hat. Die Investition in ungenannter Höhe wird er übrigens selbst stemmen. Für das Hotel wird ein Pächter gesucht. Projektentwickler Maier, der in Strüngmanns Familienbüro Athos fürs Immobilienmanagement zuständig ist, verhandelt mit international bekannten Hotelbetreibern. Laut Maier sind die Gespräche bereits „sehr weit fortgeschritten und detailliert“.

Ein gefälliges Sterne-Hotel am See wünscht sich die Gemeinde seit langem. Strittig war die Nutzung der verbleibenden Flächen. Wohnungen sollten dort nicht entstehen – und sind auf einem Teil des Geländes nun aber doch geplant. Allerdings in einer kleinteiligen Anordnung, die dem Gemeinderat gefiel. In den Häusern neben dem Hotel sind Läden, Büros, Praxen und auch Wohnungen vorgesehen. Die Mehrfachnutzung der Gebäude untermauere den Wert des Projekts für den Ort, meint Bürgermeister Peter Höß. Der Investor habe versprochen, Park und Seeufer schön zu gestalten.

Die Planung hat das Team von Investor Strüngmann in enger Abstimmung mit Städteplaner Eberhard von Angerer entwickelt. Entstanden ist eine lockere Bebauung mit vielen Blickachsen. Der Entwurf für die Bebauung der Adrian-Stoop-Straße übernehme die bisherige Kleinteiligkeit des Gebiets, heißt es in der Stellungnahme der Gemeinde: „Mit einer neuen breiten Durchwegung und Blickbeziehung vom Hans-Völkner-Platz und der Hirschbergstraße zu See und Park, verbunden mit einer vielfältigen Nutzung der Gebäude, soll eine neue Lebendigkeit geschaffen werden.“

Schon vorab hatte Maier erklärt, er hoffe, dass die Gemeinde schnell einen Bebauungsplan aufstellt. Geht alles zügig voran, könnte der Baubeginn 2018 erfolgen.

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