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So soll die Eingangshalle des neuen Badehauses aussehen.

Kurt Sareiter reagiert auf Aussage von Bürgermeister Höß

CSU legt nach: Keine Blockade gegen Badehaus

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Bad Wiessee - CSU-Fraktionschef Kurt Sareiter sagt: Anders als von Bürgermeister Peter Höß dargestellt, war bei dem Beschluss pro Badehaus nie von einem Vorbehalt die Rede: "Sonst hätten wir auch zugestimmt."

Geschlossen hatte die Wiesseer CSU gegen das 5,5 Millionen Euro teure Badehaus gestimmt, das nach dem Entwurf von Architekt Matteo Thun entstehen soll. Dies aber nur, weil noch nicht klar sei, ob und in welcher Höhe Zuschüsse fürs neue Jodbad fließen, erklärt Fraktionssprecher Kurt Sareiter jetzt. Er sei sehr überrascht gewesen, in unserer Zeitung die Aussage von Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) zu lesen, der positive Beschluss greife nur, wenn die in Aussicht gestellten Zuschüsse auch fließen. 

Die Gemeinde rechne damit, dass die Hälfte der Kosten übernommen werden. Höß hatte dies auf Nachfrage unserer Zeitung am Tag nach der Debatte erklärt. „In der Sitzung war von einem Vorbehalt nicht die Rede“, sagt Sareiter. Die CSU-Fraktion habe vergeblich darauf gedrungen, die Entscheidung erst dann zu treffen, wenn klar sein, wie hoch die Förderung ausfällt. Davon habe die Mehrheit nichts wissen wollen. Der Beschluss für den Neubau fiel mit 9:6 Stimmen. „Ohne Vorbehalte“, erinnert Sareiter. „Sonst wären wir auch dafür gewesen.“ 

Mit den Investitionen in die Heilquellen schlägt das Gesamtprojekt sogar mit 6,7 Millionen Euro zu Buche. Im aktuellen Haushalt sind für das Badehaus nur 4 Millionen Euro veranschlagt. Die Kostensteigerung hatte im Gemeinderat für eine heftige Diskussion gesorgt. Eine Vertagung des Votums kam für Höß aber aus Zeitgründen nicht in Frage. „Wir haben den Beschluss gebraucht, um die Zuschüsse erst einmal beantragen zu können“, macht Höß deutlich. 

Nach seinem Empfinden habe er aber im Vorfeld klar gemacht, dass das Projekt nur mit einer Förderung realisierbar ist. Demnächst werde er mit Konkreterem aufwarten können, merkt Höß an. Es seien weitere Beschlüsse zu fassen: „Ich denke, dass dann auch einige zustimmen können, die dies bis jetzt nicht getan haben.“

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