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Am Badehaus im Badepark in Bad Wiessee wird gebaut.

CSU-Hauptversammlung 

Luxuriöser Jodbad-Neubau: „Das Geld fehlt beim Badepark“

Der luxuriöse Neubau des Jodbads in Bad Wiessee ist dem CSU-Ortsverband ein Dorn im Auge. Der Grund: Er reißt ein Loch in den Gemeindehaushalt - zu Lasten der Sanierung des Badeparks.

Bad Wiessee – Weil das Jodbad für viel Geld neu gebaut wird, hat der Badepark was Sanierung und Erweiterung angeht das Nachsehen. Diese Meinung vertritt die CSU Bad Wiessee. Bei der Hauptversammlung des Ortsverbandes im Gasthof zur Post kritisierte der Vorsitzende Florian Sareiter die durch den luxuriösen Bau des neuen Jodbades und seine explodierenden Kosten entstandene Lücke im Gemeindehaushalt. Bis zur Eröffnung würden die Kosten für das mit 14 Wannen ausgestattete Badhaus wohl mehr als doppelt so hoch sein, wie die ursprünglich geplanten vier Millionen Euro.

„Das Geld fehlt uns jetzt natürlich beim Badepark“, sagte Sareiter. Gerade dieser stelle im Zusammenspiel mit der Spielarena eine unverzichtbare Freizeitanlage für Gäste und Einheimische dar. „Wir stehen voll hinter unserem Bad“, betonte Sareiter und verdeutlichte: „Wir müssen es aber dringend attraktiver gestalten und energetisch sanieren.“ Jeder verstrichene Tag koste die Kommune weiterhin Geld.

Für den Ort seien derweil beide Einrichtungen wichtig. Der Badepark habe jedoch Vorrang. Allein wegen der unterschiedlichen großen Besucherströme und des öffentlichen Auftrags. Familien, Junge, Senioren, Vereine, Schulen: „Viele nutzen den Badepark, dagegen werden auch künftig nur relativ wenige unser Jodbad besuchen“, prophezeite Sareiter und lieferte sogleich einen Lösungsansatz: eine Vereinigung zu einem großen Badekomplex. „Als Einheit ergeben sich Synergieeffekte und neues Potenzial in der Außenwirkung.“

Fest steht für den Ortsvorsitzenden auch, dass die Spielarena als Schlechtwetterangebot und beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche erhalten bleiben muss. Der Pachtvertrag solle spätestens 2020 verlängert werden. „Ein Abriss ist für uns von der CSU unvorstellbar“, stellt Sareiter klar. 

mm

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